1.75.8.13 - Kassel, Lutherkirche, Entwurf für die Kirchenfenster, Aufriß



1.75.8.13 - Kassel, Lutherkirche, Entwurf für die Kirchenfenster, Aufriß


Inventar Nr.: L GS 14928
Bezeichnung: Kassel, Lutherkirche, Entwurf für die Kirchenfenster, Aufriß
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 1896
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 33 x 95,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben mittig: "Skizze zum Fensterschmuck / der neuen luth. Kirche zu Cassel" (Graphit)
unten rechts: "Cassel 1896 / H. Schneider." (Graphit)
unter der Darstellung: "Nördl. Langschiffseite, Nördl. Querschiff, Chor, Südl. Querschiff, Südl. Langschiffseite", Beischriften unter den Darstellungen, zweite Zeile von links nach rechts: "8. Heilung des Gichtbrüchigen, 7. Hochzeit zu Cana, 6. Taufe im Jordan, 5. Adam-Eva, 4. Jesus im Tempel, 3. Anbetung der / 3 Weisen, 2. David, Salomo, 1. Geburt, 17. Kommt ihr Geseg / neten/Gehet hin ihr[...], 16. Auferstehung, 15. Moses Jesaias, 14. Kreuzigung, 13. Abendmahl, 12. Abraham, Noah, 11. Jesus in Bethanien, 10. Jesus segnet / die Kinder, 9. Jairi Töchterlein" (Graphit)


Katalogtext:
Das Blatt versammelt 17 in Graphit und Feder angelegte Skizzen zu den figürlichen Glasfenstern, die in der Lutherkirche vorgesehen waren. Die Reihenfolge ergibt sich aus einem Rundgang durch die Kirche, beginnend im westlichen Joch an der nördlichen Langhauswand und nach dem Durchschreiten des nördlichen Querschiffs, des Chores und des südlichen Querschiffs endend im westlichen Joch vor der südlichen Wand. Die Lage der Fenster in den einzelnen Baukörpern und das Thema der Darstellung sind unter den einzelnen Darstellungen vermerkt.
Alle Maßwerke sind in ihren Konturen eingezeichnet, die Fensterbahnen durch die regelmäßig eingesetzten Wettereisen in einzelne Bildfelder unterteilt, in die die einzelnen Scheiben der Glasmalereien mit Bleiruten eingelassen werden. In der Regel konzentrieren sich figürliche Darstellungen auf die untere Hälfte der Fenster, während gotische Baldachinarchitekturen die obere Hälfte der Fensterbahnen einnehmen. Bei besonders hohen Fenstern ist auch das unterste Bildfeld mit einer stilisierten Architekturdarstellung gefüllt, damit die figürlichen Szenen in Langhaus und Querhaus auf einer Höhe angeordnet werden können; eine abweichende Lösung fand Schneider nur für die Chorfenster. Für die Drei- und Vierpässe, die die Felder oberhalb der Fensterbahnen bis zur spitzbogigen Laibung füllen, sind Engelsdarstellungen oder Ornamente vorgesehen.
Bei allen dreibahnigen Fenstern ist die figürliche Darstellung jeweils auf die Mittelachse hin komponiert, bei den zweibahnigen Fenstern werden Figuren parallel zueinander oder aufeinander bezogen dargestellt.
Ob die einzelnen Fenster in den hier skizzierten Formen ausgeführt wurden, ließ sich nicht ermitteln. Der einzige im Nachlaß Schneider erhaltene Farbentwurf zu den Fenstern der Lutherkirche, eine Darstellung Jesu im Tempel, die für eines der Nordfenster des nördlichen Querschiffs vorgesehen war (vgl. L GS 14940), weist jedoch Abweichungen von der hier angelegten Komposition auf.
Die ausgeführten Fenster wurden bei der Bombardierung Kassels im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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