4.18.2.7 - Eisenach, kath. Pfarrkirche St. Elisabeth, Präsentationszeichnung zum Hochaltar, Vorderansicht



4.18.2.7 - Eisenach, kath. Pfarrkirche St. Elisabeth, Präsentationszeichnung zum Hochaltar, Vorderansicht


Inventar Nr.: L GS 14989
Bezeichnung: Eisenach, kath. Pfarrkirche St. Elisabeth, Präsentationszeichnung zum Hochaltar, Vorderansicht
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 1886
Geogr. Bezug: Eisenach
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: nicht ermittelbar
Maße: 85 x 65,9 cm (Blattmaß)
72,5 x 54,6 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben rechts: "Hochaltar für die / St. Elisabeth-Kirche / in Eisenach" (Feder in Schwarz und Rot)
unten rechts: "Cassel 1886 / H Schneider." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung links: "in conspectu angelorum psallam tibi" (Feder in Braun, koloriert)
in der Darstellung rechts: "advocabo ad templum sanctum tuum" (Feder in Braun, koloriert)
in der Darstellung: "Ecce t[ab]ernac[ulu]m Dei." (Feder in Braun)


Katalogtext:
Die aufwendig kolorierte Präsentationszeichnung zeigt den Hauptaltar der St. Elisabethkirche in Eisenach.
Der auf einem dreistufigen Sockel erhöht stehende Altar zeigt in seiner Anlage die Konzeption eines neogotischen Flügelaltars, dessen Zentrum ein Tabernakel und eine Expositionsnische einnehmen. Die profilierte Mensa des Altars liegt auf einer Stipes auf, die aus einer zentralen, quadratisch angelegten Stütze über einer schmalen Sockelzone und zwei an den Schmalseiten der Mensa stehenden Säulen gebildet ist. Die zentrale Stütze ziert ein Vierpaß mit einbeschriebenem, von Eichenlaub umschlungenem griechischem Kreuz. Oberhalb der Mensa setzt das Altarretabel auf, in dessen Mittelachse zunächst der mit zwei rosenverzierten Türen verschlossene Tabernakel und darüber die Expositionsnische mit reich dekorierter Rückwand vorspringt. Den oberen Abschluß bildet ein aus drei Wimpergen bestehender Baldachin, auf dem eine filigrane und reich mit Maßwerk durchbrochene Fiale ansetzt, die von einer Kreuzblume bekrönt wird.
Links und rechts der Expositionsnische schließen sich über einer niedrigen Leuchterbank die plastisch in Relief ausgeführten Darstellungen des letzten Abendmahls und der Opfers des Melchisedek an, die beide von einem filigranen Maßwerk aus Wimpergen überfangen werden. Die beiden Reliefs erhalten als oberen Abschluß eine schmale, aus Vierpässen gebildete Brüstung, an deren Enden zwei Engel mit den Leidenswerkzeugen Christi stehen.
Den äußeren Abschluß des Retabels bilden zwei in Malerei ausgeführte Flügel mit je drei Heiligendarstellungen, unter denen die Heiligen Magaretha, Barbara, Elisabeth und Katharina benannt werden können.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Hochaltar 1965 niedergelegt. Die Reliefs mit den Darstellungen des letzten Abendmahls und des Opfers des Melchisedek blieben erhalten und sind heute an der Ostwand des Querschiffs angebracht.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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