1.35.2.1 - Kassel, Garde du Corps-Kaserne, Erweiterungsprojekt, Entwurf, Aufrisse, Schnitt und Lageplan



1.35.2.1 - Kassel, Garde du Corps-Kaserne, Erweiterungsprojekt, Entwurf, Aufrisse, Schnitt und Lageplan


Inventar Nr.: GS 14917
Bezeichnung: Kassel, Garde du Corps-Kaserne, Erweiterungsprojekt, Entwurf, Aufrisse, Schnitt und Lageplan
Künstler: Julius Eugen Ruhl (1796 - 1871), Architekt
Datierung: um 1855
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, rot und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1852"
Maße: 63,5 x 93,6 cm (Blattmaß)
62,4 x 93 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "C. F."
Beschriftungen: oben mittig: "Project zur Erweiterung der Garde du Corps Caserne / in Cassel / Façade nach der Friedrich-Wilhelms-Straße." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Benennung der Örtlichkeiten (Feder in Schwarz)
verso: "Ruhl ?"; "188" (Graphit)


Katalogtext:
Für die 1860 geplante Erweiterung der Kaserne (Holtmeyer 1923, S. 495; Lohr 1984, S. 109) sah Ruhl die Errichtung einer parallel zum Altbau angeordneten Baugruppe vor, der durch die Bildung eines Baublocks an der neuen Friedrich-Wilhelms-Straße auch städtebaulich eine wichtige Funktion zugedacht war. Die neuen Teile sollten aus einem Reithaus in der Mitte und dreigeschossigen fünfachsigen Eckpavillons mit Pyramidendächern bestehen, zwischen die zweigeschossige Trakte gelegt waren. Die Formensprache der Pavillons und Flügel war mit Lisenen, einem durchlaufenden Bandgesims zwischen den Geschossen und regelmäßig verteilten Fenstergruppen, vielleicht in Angleichung an das bestehende Gebäude, zurückhaltend. Dagegen sollte das Reithaus architektonisch besonders betont werden. Von den drei vorgeschlagenen Varianten sind die zwei traufständigen in klassizistischen Formen gehalten, während die dritte eine aufwendig gestaltete Giebelfront mit einem großen Maßwerkfenster zeigt. Allen gemeinsam ist die Aufstellung von zwei Skulpturen der Rossebändiger seitlich des Portals sowie die übliche Anbringung des von Löwen gehaltenen Staatswappens und von Trophäen. Ein Lageplan verdeutlicht die Version Nr. III und ein Schnitt durch die Stallungen und die Unterkunftsräume die zweite Variante.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Lohr 1984, S. 108f.


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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