1.75.2.6 - Kassel, Lutherkirche, Entwurf zum Turm, Detailaufriß und Schnitt



1.75.2.6 - Kassel, Lutherkirche, Entwurf zum Turm, Detailaufriß und Schnitt


Inventar Nr.: L GS 18271
Bezeichnung: Kassel, Lutherkirche, Entwurf zum Turm, Detailaufriß und Schnitt
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Architekt
Datierung: 1893
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rotbraun laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 66,6 x 72,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:50"
Beschriftungen: oben links: "Bl. 10" (Feder in Schwarz)
oben links: "21" (Farbstift in Rot)
unten rechts: "Neubau der lutherischen / Kirche in Cassel. / Einzelheiten vom Turm." (Feder in Schwarz und Rot)
oben rechts: "Herr Deihle wünscht bei / Ausarbeitung der Werkrisse für Profilarbeiten / einen Steinschnitt mit Schichthöhen / nicht unter 50 cm / d 8 / 6 95 I" (Graphit)
in der Darstellung: Kalkulation zum Mehrverbrauch an Werksteinen (Feder in Schwarz)
unten rechts: "CASSEL 1893 / H. SCHNEIDER." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Auf dem vorliegenden Blatt sind mehrere Details zum Portal des Westturms und zum Galeriegeschoß des Turmes in Aufriß und Schnitt versammelt. Auf der linken Blattseite sind die ersten beiden Geschosse der Westfassade des Turmes mit dem zentral gelegenen Hauptportal festgehalten, dessen Darstellung auf dem Übersichtsblatt L GS 18268 zu den restlichen Kirchenportalen fehlte. Der aufwendig gestaltete Hauptzugang zum Kirchenraum zeichnet sich durch ein mit eingestellten Säulen gestaltetes Gewände und ein mit Maßwerkbahn und Maßwerktondi gestaltetes Tympanon aus. Ein mit Krabben besetzter Portalwimperg mit einbeschriebenen Vierpaß und bekrönender Kreuzblume schließt die Portalgestaltung ab und überdeckt in Teilen das zur Belichtung des ersten Turmgeschosses angelegte dreibahnige Maßwerkfenster. Unterhalb des Aufrisses findet sich ein Detailschnitt, aus dem die Einbindung des zur Turmecke gelegenen Strebepfeilers deutlich wird. Neben dem Aufriß ist ein Schnitt durch die Westwand des Turmes angelegt.
Zur Blattmitte hin angeordnet folgt ein Detailaufriß der nordwestlichen Turmecke auf Höhe des Galeriegeschosses. Festgehalten sind hier neben der Maßwerkgalerie der unterhalb derselben verlaufende Dreipaß- und Klötzchenfries sowie die an der Turmecke auf dem Niveau der Galerie ansetzende Fiale. Gezeigt wird darüber hinaus einer der vier Uhrengiebel mit Blendmaßwerk und Aussparung für das Zifferblatt sowie ein auf Höhe der Giebelschräge stehendes Fialtürmchen. Der unterhalb des Aufrisses gezeigte Grundriß verläuft oberhalb der Maßwerkbrüstung und erfaßt die Eckfiale sowie das zurückspringende Mauerwerk des obersten Turmgeschosses. Im Grundriß wird die mittlere Blendmaßwerkarkade als Fensteröffnung angelegt. Rechts anschließend folgt der Schnitt durch das Galeriegeschoß, einen der Uhrengiebel und den Ansatz der Turmpyramide. An dieser Stelle wird ersichtlich, wie die Anbindung des Uhrengiebels an die bereits zurückgenommene Turmpyramide geplant war. Spätere handschriftliche Eintragungen verdeutlichen, daß das vorliegende Blatt zur Festlegung des Steinschnitts der Werksteine genutzt worden ist.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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