12.15.10.1 - Studienblatt mit Kreuzblumen nach F. S. Meyer, Ansicht



12.15.10.1 - Studienblatt mit Kreuzblumen nach F. S. Meyer, Ansicht


Inventar Nr.: GS 15407
Bezeichnung: Studienblatt mit Kreuzblumen nach F. S. Meyer, Ansicht
Künstler: Wilhelm Blaue (1873 - 1967), Zeichner
Datierung: 1890
Geogr. Bezug:
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: Prägestempel: Mond mit 2 Sternen
Maße: 52,3 x 36,2 cm (Blattmaß)
36 x 26 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben mittig: "KREUZBLUMEN." (Graphit)
oben rechts: "BL. 1" (Graphit)
unten rechts: "W. BLAUE." (Graphit)


Katalogtext:
Im Zusammenhang mit der Ausbildung an der Gewerblichen Zeichen- und Kunstgewerbeschule in Kassel fertigte Wilhelm Blaue eine sechsteilige Serie mit Architekturdetails bzw. Ornamentsstudien an, deren Einzeldarstellungen er dem 1888 erstmals erschienenen "Handbuch der Ornamentik" von Franz Sales Meyer entnahm. Im Gegensatz zu den anderen Studienarbeiten sind die Darstellungen in Graphit ausgeführt. Auch das Papier unterscheidet sich von den übrigen Studienarbeiten. Alle Blätter weisen einen Zahnrand auf und haben in der oberen linken Ecke einen Prägestempel. Durch die Datierung der Zeichnung GS 15410 lassen sich auch die anderen Blätter zeitlich einordnen.
Die Kreuzblumen des hier vorliegenden ersten Blattes entstammen dem Kapitel der "Freien Endigungen" (Meyer 1888 (1995), Taf. 111 u. 112). Dabei nahm Blaue eine abweichende Anordnung der Einzelstücke vor. Die drei oberen, die (von links nach rechts) eine "Frühgotische Kreuzblume nach [Johann Eduard] Jacobsthal", eine "Einfache, modern-gotische Kreuzblume" sowie die "Französisch-gotische nach Viollet-le-Duc" bildete er in gleicher Weise wie auf Meyers Tafel 111 ab. Die mittig darunter angeordnete vergleichsweise filigrane Kreuzblume, die eine "Moderne Kreuzblume für Metalltreiberei oder Metallguss" zeigt, findet sich bei Meyer als 7. Darstellung in der unteren Reihe in mittiger Position. In der Blattmitte ist bei Meyer die "Frühgotische Kreuzblume vom südlichen Turm der Kathedrale in Chartres" zu finden, die bei Blaue in der rechten unteren Ecke steht. Das linke Stück in der unteren Reihe ist dagegen wieder identisch und zeigt eine weitere Kreuzblume nach Viollet-le-Duc. Daneben ordnete Blaue ein vegetabiles Endstück an, dessen Gestaltung sich von den schematischen Kreuzblumen unterscheidet und nicht als "Kreuzblume" im engeren Sinn gewertet werden kann. Als vierte Darstellung ist das Stück auf Tafel 112 in Meyer Handbuch aufgeführt, das unter der Rubrik "Blumen in Schmiedeeisen die obere Partie von einem spanischen Gittertor aus dem 14. Jahrhundert darstellt (Quelle: L'art pour tout)".
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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