3.7.2.32 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Plafondentwurf



3.7.2.32 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Plafondentwurf


Inventar Nr.: GS 15459
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Plafondentwurf
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: um 1829
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 27,8 x 25,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben mittig: "Beberbeck" (Graphit)
verso: "Konrad Bromeis" (Graphit)


Katalogtext:
In die quadratische Grundfläche des Plafonds ist ein Binnenkreis einbeschrieben, dessen Zentrum von einer Blütenform gebildet wird. Diese umgibt ein farnartiger Blattkranz, der wiederum von einer schirmartigen Kreisrahmung umschlossen wird. Ein Blattkranz grenzt diesen inneren vom äußeren Kreis ab. In Verlängerung der ausgezogenen Spitzen der Schirmrahmung sind schmale Stäbe gesetzt, die eine speichenartige Unterteilung des Außenkreises bewirken. Innerhalb der rechten Kreishälfte werden in den einzelnen Kreissegmenten Phantasievögel in unterschiedlichen Flugphasen dargestellt. Eine breite Leiste mit Arabeske bildet die äußere Umgrenzung der Kreisfläche.
Die Inspiration für diese Form der Ornamentmalerei, die sich durch eine phantasievolle Pflanzen- und Tierdarstellung auszeichnet, erhielt Bromeis durch die Arbeiten Raffaels in den Vatikanischen Loggien, die ihm als Stichwerk, vermutlich von Volpato und Ottaviani (1772-1777), vorlagen ("Obgleich ich im Besitz der Kupfer und auch der illuminirten Kupfer von diesem Kunstwerk bin, [...]"; zitiert nach Bidlingmaier 2000, S. 270). Eine Deckengestaltung mit fliegenden Vögeln hatte Bromeis in den 1820er Jahre im Speisesaal des Roten Palais ausgeführt, der auf den ausdrücklichen Wunsch des Kurfürsten mit Malereien "im Styl der raphaelschen Loge" (zitiert nach Bidlingmaier 2000, S. 269) ausgestattet worden war.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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