3.7.2.25 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Gartensaal, Wandaufriß



3.7.2.25 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Gartensaal, Wandaufriß


Inventar Nr.: GS 15462
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Gartensaal, Wandaufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: um 1829
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1823"
Maße: 45,6 x 58,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen:


Katalogtext:
Der sich am Außenbau durch die Vorwölbung des mittleren Fassadenabschnitts abzeichnende kreisrunde Gartensaal gehört zu den Räumen, die im Innern nicht fertiggestellt werden konnten. Noch in der letzten Planungsphase wurde offenbar von dem Konzept einer Säulenstellung abgerückt, wie sie in den älteren Entwurfszeichnungen zu finden ist (s. Marb. Dep. II, 48, Marb. Dep. II, 50, Marb. Dep. II, 56, Marb. Dep. II, 59 u. Marb. Dep. II, 63). In dem Entwurf vom Juli 1830 (Marb. Dep. II, 61) sind diese Architekturdetails zwar noch eingetragen, aber dann nachträglich durchgestrichen worden. Das Wandgestaltungskonzept sollte nach dem von Bromeis zur Vorlage für den Kurfürsten erarbeiteten Fragenkatalog aus einer bogenförmigen hölzernen Boisserie bestehen (StAM Best. 7b1, Nr. 700, 03.03.1830; zitiert nach Bidlingmaier 1991, S. 43). In der zum Vestibül gelegenen Wand wurden zwei halbrunde Nischen für sog. Berliner Öfen angelegt. In seiner Beschreibung vom Juli 1831 notierte Ruhl stuckierte Wände, die mit "Festons, und nach der Mitte gehenden mit Laubwerk umwundenen Stäben en bas relief" (StAM Best. 7b1, Nr. 700, 27.07.1831) versehen waren. Diese Details sind auch in einem Aufrißentwurf für das Vorzimmer in der Beletage vorhanden.
Das vorliegende Blatt zeigt einen Entwurf für die Gestaltung des Gartensaals, bei dem die Wandfelder mit Hirschgeweihen als Hinweis auf die geplante Nutzung des Fürstenhauses zur Unterbringung von Jagdgesellschaften verziert sind. Entsprechend der Beschriftung in einem frühen Grundrißentwurf (Marb. Dep. II, 48) sollte dieser Raum "jaegermaeßig" dekoriert werden. In der oberen Blatthälfte befindet sich der Aufriß der zum Vestibül gerichteten Wand mit der rundbogigen Türöffnung und in der unteren Blatthälfte der zum Garten gelegene Wandabschnitt mit den Fenstertüren. Dabei werden Tür und Nische bzw. Fenster mit einem hochrechteckigen Wandfeld im Wechsel angeordnet. Wie bei den anderen Wandaufrissen wurde auch hier eine Dreiteilung aus Lambris, Wandfeld und Gesims vorgenommen, wobei die marmorierten Lisenen der horizontalen Ausrichtung entgegenwirken.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Renner 2003, S. 45, Abb. 49


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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