3.7.2.26 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Kuppelsaal, Schnitt



3.7.2.26 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Kuppelsaal, Schnitt


Inventar Nr.: GS 12632
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, Entwurf zum Kuppelsaal, Schnitt
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: 1828/29
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, Feder in Gold, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1823"
Maße: 43,3 x 54,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Beberbeck" (Graphit)
in der Darstellung: Maßangaben (Graphit)
verso: "169" (Graphit)


Katalogtext:
Der Kuppelsaal im zweiten Obergeschoß ist der einzige Wohnraum, der bis 1831 weitgehend fertiggestellt werden konnte. Der repräsentativste Raum des Fürstenhauses wurde im Wandbereich mit Holz verschalt und mit einer Bemalung versehen. Über einer Sockelzone setzt der von korinthischen Pilastern gegliederte Wandbereich an. Den horizontalen Abschluß bilden in Höhe und Breite auf die Pilasterkapitelle ausgerichtete Relieffelder mit Palmettenzier. Ein profiliertes Kranzgesims mit Girlandenfries stellt den Übergang zu der mit Kassetten bemalten Kuppel her. Der in dem vorliegenden Blatt ausgeführte südliche Wandabschnitt zeigt die den Eingang flankierenden Halbrundnischen mit den sog. Berliner Öfen aus Porzellan. Für die Farbgestaltung wurde ein Farbkanon aus Weiß für die vordere Wandschicht, Rosa für die hintere Wandschicht und Graublau für die Deckenkassetten ausgewählt. Palmettenbänder an den Ofenseiten setzen durch den verwendeten Goldton besondere Akzente. Die ausgeführte Dekoration zeigt eine gegenüber dem Entwurf reduzierte Fassung, bei der sowohl auf die Relieffelder als auch auf den Friesdekor wie auch auf die Rahmung der Wandfüllungen durch einen Eierstab verzichtet wurde. Statt des profilierten Türsturzes mit dem Relief einer von Voluten flankierten Palmette ist ein einfaches profiliertes Wandfeld entstanden, das auf die Form über den Wandfüllungen Bezug nimmt. Die Ofennischen sind heute verblendet. Bei der Farbgebung wurde der rosa Farbton zugunsten des grauen zurückgenommen. Das Graublau wurde auch für die Bemalung der Wandfelder eingesetzt. Die Felderaufteilung der Kuppeldecke zeigt statt der quadratischen eine Achteckform mit dazwischen gesetzten Rosetten (Renner 2003, S. 47f.). Diese neue Form wurde in der Zeichnung bei dem mittleren Feld in der unteren Reihe mit Graphit später eingetragen.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Handbuch Hofgeismar 1966, S. 65; Katalog Kassel 1988/1, Kat.Nr. 48, Abb. S. 43; Bidlingmaier 1991, Abb. S. 47; Renner 2003, S. 47, 64, Abb. 57


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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