3.7.2.27 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, zweites Obergeschoß, Vorzimmer, Entwurf zur Wanddekoration, Aufriß



3.7.2.27 - Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, zweites Obergeschoß, Vorzimmer, Entwurf zur Wanddekoration, Aufriß


Inventar Nr.: GS 12637
Bezeichnung: Beberbeck, Gestüt, Fürstenhaus, zweites Obergeschoß, Vorzimmer, Entwurf zur Wanddekoration, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
unbekannt, Zeichner, Ausführung
Datierung: um 1829
Geogr. Bezug: Hofgeismar-Beberbeck
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / TURKEY MILL / 1827"
Maße: 45 x 55,7 cm (Blattmaß)
35,1 x 46,4 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Fürstenhaus zu Beberbeck. / Vorzimmer in der Bell Étage. / Decoration einer langen Wand." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "42/54 1/2" (Graphit)


Katalogtext:
Entsprechend der Ausweisung des zweiten Obergeschosses als Beletage war hier eine aufwendigere Innenausstattung geplant. So sollten die Wohnzimmer nach einer Anweisung des Kurfürsten mit Eichenholz-Lambris verkleidet und die Gesimse über den Türen im korinthischen Stil ausgeführt werden. Auf der gesamten Etage war ein Eichenholzparkett zu verlegen. Die Plafonds sollten eine "Ganz leichte Mahlerey ohne Arabescken und ohne Füllformen" (StAM Best. 7b1, Nr. 700, 03.03.1830, zit. nach Bidlingmaier 1991, S. 43) erhalten.
Zwei Zeichnungen (s. a. GS 12629) dokumentieren die geplante Innenausstattung des dem Kuppelsaal vorgelagerten Zimmers. Demnach sollte eine für die Zeit nach 1800 typische Dreiteilung aus Lambris, Wandfläche und Gesims vorgenommen werden, wobei diese horizontale Wandgestaltung durch die doppelflügelige, zum Kuppelsaal führende Tür und die beidseitig davon angeordneten halbrunden marmorierten Ofennischen unterbrochen wird. Über dem Lambris in Form einer kassettenartigen Wandverkleidung aus Eichenholz erstreckt sich die Wandfläche, deren einzige Dekoration aus hohen balusterartigen Stäben mit Vasenbekrönung und dazwischen gespannten Girlanden in stilisierter Blattoptik besteht. In dieses Dekorationssystem ist auch die Supraporte eingebunden, die als eine von Blattvoluten gerahmte Vase ausgeführt ist. Eine vergleichbare Türbekrönung findet sich auch als Gestaltungselement des Kuppelsaals (s. GS 12632).
Eine spätere entstandene Zeichnung (GS 12629) präsentiert für die Schmalseiten ein von diesem Entwurf abweichendes, aufwendiger gestaltetes Dekorationssystem, das auch die lange, zum Kuppelsaal gelegene Wand einschließt.
Stand: September 2004 [MH]


Literatur:
Katalog Kassel 1988/1, Kat.Nr. 45; Renner 2003, S. 47, Abb. 53


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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