3.120.1.5 - Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf zur Seitenfassade, Grund- und Aufriß



3.120.1.5 - Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf zur Seitenfassade, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: GS 15471
Bezeichnung: Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf zur Seitenfassade, Grund- und Aufriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1844
Geogr. Bezug: Volkmarsen
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / TURKEY MILL"
Maße: 63,4 x 45,6 cm (Blattmaß)
59,2 x 41,5 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuss."
Beschriftungen: oben mittig: "Entwurf / zu einer Kirche für die evangielische Gemeinde / der Stadt Volkmarsen. / für 400 bis 500 Personen." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "No I." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "20" (Farbstift in Rot)
oben rechts: "9,5" (Graphit)
unten rechts: "Die Kirche ist 86 Fuss lang / 43 ... breit / 26 Fuss hoch. / und kann fassen: 415 Personen bequem / 553 " " gedrängt." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "Seitenansicht / Grundriss." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Das zu GS 15472 gehörende Blatt zeigt einen Entwurf für die östliche Seitenfront und den Grundriß der Kirche zu Volkmarsen.
Auf der Julius Eugen Ruhl (s. Lohr 1984, S. 106) zugeschriebenen Zeichnung ist eine einfache dreischiffige Hallenkirche mit 24 m Länge und 7,30 m Breite dargestellt. Im Süden erhebt sich über dem Eingangsbereich der eingestellte Turm mit einem Freigeschoß und geknicktem Spitzhelm. An der gegenüber liegenden Schmalseite befindet sich ein flacher, gerade schließender Anbau, der entgegen der traditionellen Belegung nicht als Chor bestimmt ist, sondern den Treppenaufgang zur Kanzel aufnimmt. Vom Kirchensaal ist er durch eine hölzerne Wand abgetrennt, wobei zwei seitlich des Kanzelfußes angeordnete Türen einen Zugang bieten. Das Emporensystem ermöglicht zusammen mit der Bestuhlung im Mittelschiff sowie in Längsausrichtung unter den Emporen die Unterbringung einer entsprechend großen Anzahl von Gläubigen. Die zunächst geforderte Anzahl von 600-700 Plätzen war aus Kostengründen auf eine Zahl zwischen 400 und 500 reduziert worden (Lohr 1984, S. 106), wird aber trotzdem nicht erreicht. Hier galt es, abzuwägen zwischen der Kostengrenze und der Raumgröße. Im Vergleich mit dem von Bromeis vorgelegten Entwurf zeigt sich auf dem vorliegenden Blatt ein besser gegliederter Raum mit einer der liturgischen Funktion angemessen gestalteten Chorpartie.
Die Seiten des Langhauses weisen ein von Lisenen gegliedertes Achsensystem auf, bei der die zweigeschossige Fensteranordnung die Innenraumstruktur nach außen abbildet. Diese Gestaltung geht über die Planung von Bromeis hinaus, die - wie dem Grundriß zu entnehmen ist (s. GS 15474) - eine unstrukturierte Fassadenfront vorsah. Die erforderliche Zustimmung blieb dem vorliegenden Entwurf versagt.
Stand: Mai 2005 [MH]


Literatur:
Lohr 1984, S. 106f., Obj.Nr. 20, S. 126 m. Abb. 41


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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