3.120.1.7 - Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf, Grundriß



3.120.1.7 - Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf, Grundriß


Inventar Nr.: GS 15474
Bezeichnung: Volkmarsen, ev. Kirche, Entwurf, Grundriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt, Entwurf
Friedrich Griesel (tätig um 1841), Zeichner, Ausführung
Datierung: 1841
Geogr. Bezug: Volkmarsen
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rosa, braun und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J C HONIG & ZOON"
Maße: 59 x 45,5 cm (Blattmaß)
52,5 x 38,7 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuss."
Beschriftungen: oben mittig: "Plan zu einer Kirche für eine evangelische Gemeinde / zu Volkmarsen." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "21" (Farbstift in Rot)
oben rechts: "9,6 / IV" (Graphit)
in der Darstellung: "Vorsteher-Bank / Pfarrer-Bank / Kanzel-Treppe / Altar" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: diverse Maßangaben (Feder in Braun)
unten links: "Entworfen vom O. b. d. Bromeis. 1841." (Feder in Braun)
unten links: "Gezeichnet von F: Griesel 1841." (Feder in Braun)
verso: "131" (Farbstift in Schwarz)


Katalogtext:
Zur ersten Planungsphase des Kirchenbaus in Volkmarsen zählt der vorliegende Entwurf von Oberbaudirektor Johann Conrad Bromeis. Er ist 1841 datiert und entstand vermutlich unmittelbar nach der Wiedergründung der Gemeinde und der Besetzung der Pfarrstelle. Zwei Jahre später, am 6. März 1843, waren die Planungen mit dem Ankauf des Baugrundstücks so weit gediehen, daß das Konsistorium den Entwurf beim Ministerium des Innern einreichen konnte. Bromeis hatte einen aus Bruchsteinen zu errichtenden fünfachsigen Saalbau mit umlaufendem Emporensystem entwickelt, dessen Grundkonzept sich in dem späteren Ausführungsentwurf wiederfindet (GS 15469 u. GS 15474). Allerdings gestaltete Bromeis keinen hervorgehobenen Altarbereich, sondern der gerade schließende Chor zeigt an der Rückmauer einen schmalen Vorbau mit Sitzgelegenheiten für den Pfarrer und den Gemeindevorsteher ("Vorsteher-Bank / Pfarrer-Bank") sowie einen davon abgegrenzten Bereich mit einer einläufigen Treppe zur Kanzel. Im Gemeindeteil ist ein Banksystem mit Mittelgang angelegt und zusätzlich sind an den Langhauswänden unter der Empore doppelte Bankreihen angeordnet.
Bis auf die Hauptfassade, die eine vierteilige Lisenengliederung aufweist, sind die Fassaden glatt belassen. Der hinter der Hauptfassade liegende Eingangsraum wird von Treppenräumen flankiert, die mittels breiter Durchgänge vom Eingangsbereich aus zugänglich sind. Von hier aus kann die Empore erreicht werden.
In dem Konvolut zu Volkmarsen befindet sich kein Aufriß, der dem vorliegenden Grundriß zugeordnet werden kann. Die einzelnen Hauptfassadenrisse GS 15473 und Marb. Dep. II, 401 zeigen eine Ecklisenengliederung, die mit der vorliegenden Zeichnung nicht in Übereinstimmung gebracht werden kann.
Stand: Mai 2005 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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