1.18.1.1 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Entwurf Oktober 1908, Lageplan



1.18.1.1 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Entwurf Oktober 1908, Lageplan


Inventar Nr.: GS 15494
Bezeichnung: Kassel, Hessisches Landesmuseum, Entwurf Oktober 1908, Lageplan
Künstler: Theodor Fischer (1862 - 1938), Architekt
Datierung: 1908
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, grün und rot laviert
Träger: Tonpapier, auf Japanpapier kaschiert
Wasserzeichen: -
Maße: Japanpapier 53,4 x 66 cm (Blattmaß)
Tonpapier 49,3 x 60,3 cm (Blattmaß)
40 x 50,4 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:500"
Beschriftungen: oben mittig: "LANDESMUSEUM FÜR KASSEL / LAGEPLAN" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "BLATT . 1" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "STUTTGART / IM OKT. 1908 / Th. Fischer" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die Erweiterung des Bauvolumens für das Landesmuseum um 400 qm, bedingt durch den Wegfall des bisher für die Verwaltung vorgesehenen südlichen Torgebäudes, erforderte einen neuen Entwurf Fischers, den er im Oktober 1908 vorlegte. Dieses zweite Projekt entspricht in Aufriß und Grundriß bereits weitgehend der später ausgeführten Version.
Der Situationsplan präsentiert die Lage des Gebäudes am Wilhelmshöher Platz zwischen den Torgebäuden, der Murhardschen Bibliothek und dem damals dort befindlichen Wilhelmsgymnasium. Das Museum ist als Fünfflügelanlage mit zwei Binnenhöfen auf annähernd quadratischem Grundriß angelegt, aus dem sich an der rückwärtigen Ostseite der Verwaltungstrakt mit dem Hörsaal herausschiebt. Das Zentrum der Eingangsfassade bildet der markante Mittelturm, der genau in der Achse der Oberen Königsstraße liegt. Fischer begründete die von ihm vorgeschlagene Gebäudeposition wie folgt: "Das Wichtigste sei, daß die Königstraße einen wirkungsvollen Abschluß bekäme, und dieser sei erfahrungsgemäß reizvoller, wenn das Gebäude, das den point de vue bilde, nicht in gerader Ansicht, sondern etwas schräg gesehen werde, so daß man über die körperhafte Natur des Baues sich gleich orientieren könne. Außerdem sei es nicht ohne Berechtigung, wenn das Museum durch die Parallelstellung mit der Wilhelmshöher Allee schon auf große Entfernung hin die Abknickung der Kasseler Hauptverkehrsader: Königstraße - Wilhelmshöher Allee kenntlich mache. Das Wichtigste aber sei, daß nur bei dieser Stellung des Hauptbaues ein klarer, brauchbarer Grundriß gewonnen werden könne, während die Normalstellung zur Achse der Königstraße eine Menge schlechter Kompromisse im Grundriß mit stumpfen und spitzen Winkeln liefern müsse" (Schreiben vom 16.11.1907, zit. nach Schmidt 1988, S. 14).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Schmidt 1987, S. 117 u. Abb. 78; Schmidt 1988, S. 14, Abb. 2


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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