1.18.4.2 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Vitrinenentwurf in Form eines Pultschrankes für Miniaturen, perspektivische Ansicht, Schnitt



1.18.4.2 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Vitrinenentwurf in Form eines Pultschrankes für Miniaturen, perspektivische Ansicht, Schnitt


Inventar Nr.: GS 15501
Bezeichnung: Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Vitrinenentwurf in Form eines Pultschrankes für Miniaturen, perspektivische Ansicht, Schnitt
Künstler: Julius Wolfgang Berrer (*1884), Zeichner, Entwurf
Datierung: 1913
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: "[...]EN / GEBR. HOFF 3a N [...]"
Maße: 32,8 x 21 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "PULTSCHRANK / FUER MINIATU-/REN" (Graphit)


Katalogtext:
Der "PULTSCHRANK / FUER MINIATU- / REN" ist im Hinblick auf eine freie Aufstellung hin konzipiert und daher von zwei gleich gestalteten Seiten aus zugänglich. Jeweils zwei Präsentationsflächen, eine senkrechte, schräg gestellte und eine hoch aufgestellte flache Schauvitrine sind hier angelegt. Die im Titel bereits erwähnten "Miniaturen" sind in Umrissen in den beiden Vitrinenkästen zu erkennen.
Die Konstruktion sah ein tiefes Mittelstück mit dem hoch aufgestellten Glasschrank vor, der auf zwei durch einen Fußsteg verbundenen Vierkantbeinen ruht. Die Ecken sind abgeschrägt, ein gestalterisches Detail, das die Stützen unaufdringlicher und leichter erscheinen läßt. Ganz ausgereizt wurde dieses Prinzip bei den schrägen Vitrinenkästen, die in der Form eines Schreibpults an das Mittelstück angesetzt (verzapft?) sind. Sie ruhen auf zwei Beinen, die sich nach unten stark verjüngen, so daß sich ihre Standfläche auf ein Minimum reduziert. Die Punkte an der Vorderkante können wohl als Scharniere gedeutet werden, so daß die Vitrine an dieser Seite zu öffnen gewesen wäre.
Ob der Entwurf tatsächlich für das Hessische Landesmuseum bestimmt war, ist nicht gesichert. Ein nach diesem Entwurf ausgeführtes Möbel gehört nicht zum Inventar des Hauses. Wenn der Pultschrank jedoch für die Einrichtung konzipiert war, ließe er sich am ehesten dem Münzraum im zweiten Obergeschoß zuordnen (s. GS 15508). Die Münzen- und Medaillensammlung war vor ihrer Neupräsentation im Hessischen Landesmuseum als weitgehend ungeordneter Bestand im Erdgeschoß der Gemäldegalerie untergebracht. Einem "Führer durch den Unterstock der neuen Bildergalerie zu Kassel" zufolge war die Münzen- und Medaillensammlung (einschließlich der antiken Münzen) als dritte Abteilung in die insgesamt fünf Abteilungen integriert. Durch den Neubau des Hessischen Landesmuseums erkannte Museumsdirektor Boehlau die Möglichkeit, die "als unzulänglich und würdelos" empfundene Unterbringung im Erdgeschoß des Galeriegebäudes zu beenden (Katalog Kassel 2001/2, S. 23).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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