1.18.4.4 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Alternativentwurf für eine Glasvitrine mit Untersatz, Vorderansicht, Detail



1.18.4.4 - Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Alternativentwurf für eine Glasvitrine mit Untersatz, Vorderansicht, Detail


Inventar Nr.: GS 15503
Bezeichnung: Kassel, Hessisches Landesmuseum, Kunstgewerbesammlung, Alternativentwurf für eine Glasvitrine mit Untersatz, Vorderansicht, Detail
Künstler: Bernhard Krapp (tätig um 1912 - um 1919)
Datierung: um 1919
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 52,4 x 61,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben rechts: "Fulda Zimmer (West)" (Graphit)
unten: "ich finde es immer noch bedenklich, daß das einzige / Ornament des Schranks unmittelbar am Fußboden / ist. Könnte man die Volute nicht heben? / F" (Graphit)


Katalogtext:
In zwei Alternativen wird eine Glasvitrine dargestellt, die in einem weiteren, vorausgehenden Entwurf vorliegt (GS 15500). Die Vitrine war, so ist der Beschriftung zu entnehmen, für das Fulda-Zimmer im ersten Obergeschoß bestimmt. In dem westlichen Eckraum (s. GS 15507) sollte das Fuldaer Porzellan präsentiert werden, das nach dem Ersten Weltkrieg zu den erklärten Sammlungsschwerpunkten zählte (Schmidt 1988, S. 25).
Die Vitrine steht auf eckigen Volutenfüßen, auf denen eine geschwungene Sockelzone lagert. Die gläserne Vorderfront wird von einem Rahmen eingefaßt und durch eine mehrteilige Profilleiste mit Wellenband nach oben abgeschlossen. Wie einem Kommentar von Theodor Fischer unter der Darstellung zu entnehmen ist, mißfielen ihm als Eckvoluten ausführten Füße, da die einzige Zierform so weit unten saß. Die alternative Darstellung an der linken Schrankseite, die offensichtlich bereits als Reaktion auf eine frühere Kritik Fischers von Krapp ausgeführt wurde, sieht kleine Vierkantfüße vor, die unter die verkleinerte Volute gesetzt sind. Abweichend von dem Entwurf GS 15500 fällt der vorliegende Entwurf schlichter aus, die Vitrine ist kubisch ausgeführt und weist keine Eckschrägen auf. Das zwischen der Rechteckform und dem oktogonalen Aufsatz vermittelnde Karnies wurde zu einem geschwungenen Sockel vergrößert. Zudem ist die eher skizzenhafte Darstellungsart der Zeichnung auffällig.
Der Entwurf mit den Volutenfüßen ist nach der rechten Variante angefertigt worden. Das entsprechende Möbel befindet sich heute im Depot der Abteilung Angewandte Kunst im zweiten Obergeschoß des Landesmuseums.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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