1.84.13.2 - Kassel, Weinberg, Bestandsaufnahme, Profil



1.84.13.2 - Kassel, Weinberg, Bestandsaufnahme, Profil


Inventar Nr.: GS 15584
Bezeichnung: Kassel, Weinberg, Bestandsaufnahme, Profil
Künstler: Leonhard Müller (1799 - 1878)
Datierung: 1820-1824
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, Rot, Braun und Blau
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 50 x 65,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: zwei bezifferte Maßstäbe mit Maßeinheit "Cass. Fus" bzw. "Fus."
Beschriftungen: oben mittig: "Quer Profil von dem Tempel in dem Bellevue Garten nach der Warte auf dem Weinberg und in Verlängerung dieser Linie / bis auf den Punct A., wo sich diese mit der verlängerten Mittellinie von der Königsstraße durchschneidet." (Feder in Braun)
mittig in der Darstellung: "Hoehen Profil vom Ende der Königsstraße bis zu dem Durchschnittspunct A dem höchsten Punct des Weinberges / in Verlängerung der Mittellinie von der Königsstraße." (Feder in Braun)
unten mittig: "Maastab zu den Abscissen." (Feder in Braun)
unten mittig: "Maastab zu den Ordinaten." (Feder in Braun)
unten rechts: "Müller" (Feder in Braun)
in der Darstellung: "Hof Bau Bureau"; "Eck Haus i d. Königsstraße" (Feder in Braun)


Katalogtext:
Auf dem Blatt sind wie auf GS 15583 zwei von Leonhard Müller zu einem bislang unbekannten Anlaß angefertigte Profilschnitte durch das Weinberggelände westlich der Oberneustadt zu sehen. Die obere Darstellung erstreckt sich von dem mit einem Fähnchen markierten Punkt A bis zum "Tempel in dem Bellevue Garten", dem 1815 von Johann Daniel Engelhard für Kurfürst Wilhelm I. errichteten sog. Frühstückstempel. Sehr anschaulich wird dabei der tiefe Einschnitt der am Weinberg hochgeführten Frankfurter Straße.
Das zweite Profil zeigt das Gelände "in Verlängerung der Mittellinie von der Königsstraße" bis zum Punkt A. Dabei sind zur Verdeutlichung des Linienverlaufs sowohl das Eckhaus an der Königsstraße zum Wilhelmshöher Platz (vgl. Katalog Kassel 1999/1, Nr. 81, S. 218f.) sowie das hier als "Hof Bau Bureau" bezeichnete Gebäude am südwestlichen Platzrand (vgl. Holtmeyer 1923, S. 762) in Aufrissen wiedergegeben. Letztgenannte Bezeichnung ermöglicht eine Datierung des Blattes in die erste Hälfte der 1820er Jahre, da das Haus später, ab etwa 1825, zu Wohnzwecken genutzt wurde (Holtmeyer 1923, S. 762). Somit dürften die Schnitte in der Zeit von Müllers Tätigkeit im Kasseler Hofbauwesen von 1820 bis 1824 entstanden sein (vgl. Müller 1903, S. 23-29).
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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