3.5.5.2 - Bad Hersfeld, Entwurf zu einem Leichenhaus, Grund- und Aufriß



3.5.5.2 - Bad Hersfeld, Entwurf zu einem Leichenhaus, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: GS 15919
Bezeichnung: Bad Hersfeld, Entwurf zu einem Leichenhaus, Grund- und Aufriß
Künstler: Leonhard Müller (1799 - 1878), Architekt
Datierung: 1837
Geogr. Bezug: Bad Hersfeld
Technik: Feder in Schwarz, blau, braun und rosa laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 33,2 x 20,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Cass. Fuß"
Beschriftungen: oben mittig: "Entwurf / zu einem Leichenhause nebst Todengräberswohnung / für den Todenhof der Stadt Hersfeld" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Hersfeld 8/4.37. / Müller." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der "Entwurf zu einem Leichenhause nebst Todengräberwohung für den Todenhof der Stadt Hersfeld" wurde am 8. Juli 1837 von Müller beschriftet, signiert und datiert. Der Entwurf besteht aus zwei Aufrissen und einem Grundriß. Ein Maßstab ist in Kasseler Fuß angegeben. Der zweite Aufriß ist in Form einer Klappe über dem Grundriß montiert, stellt also eine Alternative zu dem ersten Entwurf dar und entspricht weitgehend dem Torwärterhaus am Frauentor (Untere Frauenstraße 2, um 1829). Die ursprüngliche Version entspricht bis auf den Sockel und die fehlenden Akrotere weitgehend der Skizze GS 15920. Der zugehörige Grundriß offenbart eine gewisse Veränderung, denn der Eingang zum Gebäude mit einer kleinen Wohnung für den Totengräber erfolgt jetzt ausschließlich von der rechten Schmalseite und über eine einläufige Treppe. Die eigentliche "Leichenstube" liegt auf der der Straße abgewandten Seite am Friedhof und besitzt einen Vorraum, der über eine dreistufige Treppe zugänglich ist. Der modifizierte Aufriß ist in den Maßen des Häuschens nur wenig verändert. Das Walmdach ist durch ein Satteldach mit Krüppelwalmen und Zwerchhaus mit Rundbogenfenster ersetzt worden, was andeutet, daß das Dachgeschoß zu Wohnzwecken genutzt werden sollte. Die antikisierende Gestaltung ist auf den Tympanon des Giebels reduziert. Die Eingangstreppe sitzt wie beim Ausgangsprojekt an der Seite. Die Stufen haben die Höhe eines Kellersockels zu überwinden. Die Gestaltung der rechteckigen Fenstergewände mit den auf Konsolen aufliegenden Sohlbänken blieb die gleiche.
Stand: Mai 2005 [TW]


Literatur:
Katalog Bonn 1979, S. 143, Kat.Nr. 210, Abb. S.237


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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