1.59.2.1 - Kassel, Palais Hessenstein, Entwurf zum Prunkbett, Vorderansicht



1.59.2.1 - Kassel, Palais Hessenstein, Entwurf zum Prunkbett, Vorderansicht


Inventar Nr.: GS 15996
Bezeichnung: Kassel, Palais Hessenstein, Entwurf zum Prunkbett, Vorderansicht
Künstler: Leonhard Müller (1799 - 1878)
Datierung: 26.05.1820
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: Kursive "I [...]?"
Maße: 24,3 x 19,7 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "In das Schlafz. der gnädigst Gräfin v. Hessenstein" (Graphit)
oben rechts: "zu Inv. 250 : 1924. / Hess. Landesms." (Feder in Rot)
unten links: "das Bett ist lang 8'-9'' u breit 5'-9'' " (Graphit)
unten rechts: "26/5. 1820." (Graphit)
in der Darstellung: "grün / grüne Seide" (Graphit)
in der Darstellung: Maßangaben (Graphit)


Katalogtext:
Das Bett "In das Schlafz. der gnädigst Gräfin v. Hessenstein" zeigt die charakteristische Kastenform des "lit bateau". Die gängige Form für moderne Betten geht auf den für Madame Récamier 1798 angefertigten Typ zurück, der durch die Darstellung des Schlafgemachs in Krafft und Ransonettes Buch über die schönsten Pariser Häuser einem breiten Publikum zugänglich gemacht worden war (Katalog München 1997, S, 177).
Die Bettstatt zeigt gleich gestaltete Kopf- und Fußteile, die in einer S-förmigen Schweifung enden. Das leicht wulstförmige obere Teil des Sockels ist ebenso wie die Füllbretter der Seitenwände mit einem Blüten- bzw. Blattornament überzogen.
Das in französischer Manier längs zur Wand stehende Bett wird durch die Kuppel eines Betthimmels bekrönt, der frei über der Bettstatt zu schweben scheint. Unter einem kurzen gerafften Überhang fächern sich zwei mit Knotenfransen gesäumte Bettvorhänge auf und werden durch Vorhangstangen, die in der Zeichnung durch ihre rosettenförmigen Endstücke sichtbar sind, auseinander gehalten. Der Beschriftung zufolge sollten der straff gespannte Bettüberwurf aus grüner Seide und die Bettvorhänge aus grünem Taft gefertigt werden. Die Materialangabe stammt aus einem Kostenvorschlag "zu einem großen zweischläfrigen Bett", der im April 1820 datiert und mit dem Namenszug "Hengeberger" (?) signiert ist. Er liegt als loses Blatt dem Arbeitsplan zur Neugestaltung des Palais Hessenstein bei (mhk, Graphische Sammlung, Inv. 250 / 1924. / Hess. Landesms.).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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