1.55.2.1 - Kassel, Frankfurter Tor, Bauaufnahme, Grund- und Aufrisse



1.55.2.1 - Kassel, Frankfurter Tor, Bauaufnahme, Grund- und Aufrisse


Inventar Nr.: GS 15576
Bezeichnung: Kassel, Frankfurter Tor, Bauaufnahme, Grund- und Aufrisse
Künstler: Johann Philipp Lichtenberg (1800 - 1872), Zeichner, fraglich
Datierung: 10.01.1829
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, braun, rot, rosa, beige, grün und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 53 x 40 cm (Darstellungsmaß)
56,9 x 47 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fs."
Beschriftungen: mittig: "Das Frankfurter Thor zu Cassel." (Feder in Braun)
mittig rechts: "Lichtenberg 10/1 29." (Feder in Braun)


Katalogtext:
Die 1829 angefertigte Bauaufnahme zeigt auf einem Blatt das 1802 von Heinrich Christoph Jussow errichtete Wachthaus (Holtmeyer 1923, S. 127, Taf. 77,5 u. 80,1; vgl. GS 5880, GS 5987 - GS 5989) in zwei Aufrissen und einem Grundriß. Im oberen Blattbereich wird dabei der Aufriß der Stadtseite zu einer Gesamtansicht der Toranlage mit vedutenhafter Darstellung der unmittelbaren Umgebung erweitert. Hier sind sowohl der rotweiß gestreifte Schlagbaum als auch angeschnittene Baulichkeiten des kurhessischen Landgestüts beim Palais Bellevue (links) oder die Pappelreihen der den Berg hinabführenden Frankfurter Straße sichtbar.
Die Darstellung fällt, wie bei Johann Philipp Lichtenberg üblich (vgl. Marb. Dep. 247d - Marb. Dep. 247h), durch große Präzision und äußerste zeichnerische Sorgfalt auf, die alle Details bis hin zu den rot und weiß gestreiften Gewehrständern genau herausarbeitet.
Die Zeichnung entstand in der Zeit von Lichtenbergs Tätigkeit als Hofbaukondukteur in Kassel (Bidlingmaier 2000, S. 101). Die Beschäftigung mit einem außerhalb des eigentlichen Arbeitsbereichs liegenden Objekt mag verwundern, hat aber eine Parallele in der Bauaufnahme des Wilhelmshöher Tores von 1825 durch den seinerzeitigen Hofbaueleven Wilhelm Ludwig Schulz (GS 15582). Möglicherweise lag ein besonderer Auftrag durch den Oberhofbaumeister Johann Conrad Bromeis vor.
Der Grundriß stimmt weitgehend mit dem der Bauaufnahme von Friedrich Wilhelm Selig aus der Zeit um 1810 (GS 14529) überein; im rechten Drittel ist der mittlere Raum inzwischen allerdings vergrößert und mit einem Herd versehen worden.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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