1.54.1.1 - Kassel, Königstor, Bauaufnahme der Wachthäuser, Grund- und Aufriß



1.54.1.1 - Kassel, Königstor, Bauaufnahme der Wachthäuser, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: GS 15582
Bezeichnung: Kassel, Königstor, Bauaufnahme der Wachthäuser, Grund- und Aufriß
Künstler: Wilhelm Ludwig Schulz (1805 - 1880), Zeichner
Datierung: 02.08.1825
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rosa, beige, grau und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Jüngling mit Velum auf Kugel, "VDL"
Maße: 47,2 x 63 cm (Blattmaß)
39,6 x 55,3 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "fus Cass:"
Beschriftungen: oben links: "Grund- und Aufriß / der beiden am alten Wilhelmshöher Thor / befindlichen Wachthäuser" (Feder in Schwarz)
unten links: "Auf der Hofbau Direction gezeichnet. 2/8. 1825." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Schulz" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "No V." (Graphit)


Katalogtext:
Die Bauaufnahme zeigt das 1768 von Simon Louis Du Ry erbaute Weißensteiner Tor, das später Wilhelmshöher und schließlich Königstor genannt wurde (Holtmeyer 1923, S. 127f. u. S. 129, Taf. 77,1-3 u. 79,1 u. 3). Es war neben dem Friedrichstor die einzige der Kasseler Toranlagen mit zwei Gebäuden. Von diesen beiden Bauten sind die Grundrisse dargestellt, jedoch nur von dem nördlichen auch ein Aufriß. Der Grund dafür ist darin zu suchen, daß die zwei Torhäuser die gleiche Gestalt aufwiesen und auch die reich skulptierten Giebelfelder sich nur geringfügig unterschieden (Holtmeyer 1923, S. 129).
Die Grundrisse stimmen weitgehend mit denen der um 1810 angefertigten Bauaufnahme durch Friedrich Wilhelm Selig überein (GS 14529), wobei sich bei diesem einige Ungenauigkeiten nachweisen lassen. Dem Grundriß des nördlichen Wachthauses ist ein weiterer wohl nachträglich hinzugefügt worden, der jedoch nicht laviert ist und bei dem es sich offenbar um einen Umbauvorschlag handelt.
Die Darstellung ist, wie bei Schulz üblich (vgl. etwa Marb. Dep. 186 - Marb. Dep. 188), sehr sorgfältig ausgeführt und auf dem Blatt verteilt worden. Dies, wie auch die Rahmung mit einer schwarzen Linie und einem breitem grauen Randstreifen, deutet darauf hin, daß das Blatt nicht in Zusammenhang mit konkreten Baumaßnahmen steht, sondern einer Serie mit repräsentativen Bauaufnahmen angehört. Wie im Fall von Johann Philipp Lichtenberg (vgl. GS 15576) erstellte Schulz die Zeichnung während seiner Tätigkeit als Hofbaueleve (Bidlingmaier 2000, S. 100).
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Katalog Kassel 1979, S. 203, Nr. 243; Boehlke 1980, Abb. S. 52


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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