1.77.1.1 - Kassel, Auferstehungskirche, Wettbewerbsentwurf, Vorder- und Seitenansicht



1.77.1.1 - Kassel, Auferstehungskirche, Wettbewerbsentwurf, Vorder- und Seitenansicht


Inventar Nr.: L GS 15629
Bezeichnung: Kassel, Auferstehungskirche, Wettbewerbsentwurf, Vorder- und Seitenansicht
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Zeichner
Datierung: 1903
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier auf Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 42 x 55 cm (Blattmaß)
Karton 55,5 x 65,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben links: "DEO" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "BL. III." (Feder in Schwarz)
unter der Darstellung: "VORDER-ANSICHT"; "LAENGEN-ANSICHT" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Das Blatt versammelt die Vorder- und die Seitenansicht einer protestantischen Emporenkirche im neogotischen Stil. Die Vorderansicht zeigt den projektierten Bau mit klassischer Einturmfassade. Der schlanke, von angebauten Treppentürmen begleitete Turm steht in der Hauptachse der Kirche und verdeckt das Langhaus vollständig. Der Wimperg des doppelflügeligen Hauptportals in der Mittelachse der Kirche stellt die aufwendigste Bauzier des Turmes dar, der ansonsten nur durch zwei Gesimse und die Turmgalerie gegliedert wird und einige wenige Maßwerkfenster aufweist. Das unterste der beiden Gesimse umläuft den ganzen Kirchenbau in Höhe des Türsturzes des Eingangsportals, das zweite umgreift den Turmschaft und läuft als Traufgesims auch unter der Dachkante der links und rechts angebauten Treppentürme entlang. Oberhalb des Portalwimpergs und teilweise von diesem überdeckt schneidet ein schlankes, hohes Maßwerkfenster in die ungegliederte Turmwand ein, gefolgt von einem wesentlich niedrigeren und schmaleren ein Stockwerk darüber, aber noch unter dem zweiten Gesims. Dieses markiert zugleich die Sohlbank der mit Maßwerk gefüllten Schallluke des Glockengeschosses. Über einer auskragenden Maßwerkbrüstung, die das Glockengeschoß nach oben abschließt, springt ein Turmaufbau zurück, den Uhrengiebel und vier Nebentürmchen sowie der spitze, achteckige Turmhelm bekrönen.
Die angebauten Treppentürme prägen im unteren Turmviertel zweigeschossige, bündig in der Mauerflucht der Fassade stehende Treppenhäuser aus, über die die Emporenzone zu erreichen ist, während der Treppenturm selbst noch das Glockengeschoß erschließt.
Links und rechts der malerischen Turmgruppe öffnet sich der Blick auf die Wände des Querhauses und der als unregelmäßiges Achteck angelegten Vierung. Mehrfach abgetreppte Wandvorlagen sind den Ecken des Baues diagonal vorgelegt. Drei Rundbogenarkaden markieren den Raum unter den innen angelegten Emporen, ein dreibahniges, im unteren Drittel vermauertes Maßwerkfenster belichtet den Kirchenraum oberhalb derselben. Ein Klötzchenfries schließt die Wand unter der Traufe ab. In das hohe Dach sind zwei Reihen von Gauben eingesetzt.
Die Seitenansicht zeigt, daß der Wandaufriß der Querhauswände auch im Langhaus erscheint. Nur die Querhausgiebel haben eine andere Behandlung erfahren, indem hier das Sockelgeschoß vier Rundbogenfenster und, ganz in eine Ecke gedrückt, einen Seiteneingang aufweist. Eine Gruppe von drei zweibahnigen Maßwerkfenstern mit hoher Vermauerung gliedert die obere Wandhälfte. Auf den Klötzchenfries wurde verzichtet, statt dessen das Traufgesims über den Giebel gezogen. Im Giebelfeld, hinter dem das leicht erhöhte Dach der Vierung hervortritt, sind zwei Lanzettfenster zwischen drei Maßwerktondi ausgespart.
Niedrige Anbauten mit Walm- und Pultdächern gruppieren sich um den rechteckig geschlossenen Chor.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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