1.38.1.4 - Kassel, "Modellhaus", Bauaufnahme und Entwurf, Aufriß



1.38.1.4 - Kassel, "Modellhaus", Bauaufnahme und Entwurf, Aufriß


Inventar Nr.: GS 15646
Bezeichnung: Kassel, "Modellhaus", Bauaufnahme und Entwurf, Aufriß
Künstler: unbekannt
Datierung: 1845
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1845"
Maße: 40,5 x 54,7 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuß Caß."
Beschriftungen: oben mittig: "Aufriß / von dem Modellhause dahier / mit der beabsichtigten Einrichtung als Caserne" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Ehemalige Schützenkaserne / am Wall." (Feder in Grau)
verso: "Modellhaus"; "Gründlich zu verändern"; "Museum"; "III E 4"; H 94 b" (Graphit)


Katalogtext:
Das ausweislich des Wasserzeichens "J WHATMAN 1845" nach diesem Zeitpunkt entstandene Blatt präsentiert den Aufriß der Hauptfront des Gebäudes zur Bremer Straße hin (Holtmeyer 1923, S. 545). Der dreigeschossige Bau ist hier, im Unterschied zu älteren Bauaufnahmen (GS 14543 u. GS 15648), ohne Verputz gezeigt, so daß die Fachwerkkonstruktion sichtbar wird. Eine weitere Abweichung vom alten Zustand war zumindest beabsichtigt, indem nun eine symmetrische und regelmäßige Verteilung der Fenster vorgenommen werden sollte. Laut der Bauaufnahme GS 15648 hatte sich hier eine überraschende Asymmetrie entwickelt, die es anfänglich noch nicht gegeben hatte (GS 14543). Ob diese gestalterische Korrektur tatsächlich verwirklicht wurde, ist offen; die Bestandsaufnahme des Baueleven Lenz von 1849 (Marb. Dep. 110) läßt sie nicht erkennen.
Wie im Titel vermerkt, entstand die Zeichnung im Zusammenhang "mit der beabsichtigten Einrichtung als Caserne" um 1846/47. In dem Gebäude wurde das Schützenbataillon untergebracht, so daß sich dann die trotz jahrzehntelanger anderer Nutzung augenscheinlich noch immer gebräuchliche Bezeichnung "Modellhaus" in "Schützenkaserne" wandelte (Holtmeyer 1923, S. 546).
Auf die genannte Entstehungszeit deutet ebenfalls die Darstellungsweise des Daches mit nach oben immer dichter gesetzten horizontalen Linien, die sich in dem auf 1848 datierten Blatt des Baueleven Adolph Hölke (Marb. Dep. II, 215) ebenso finden.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Holtmeyer 1923, S. 545


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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