3.5.8.9 - Bad Hersfeld, Stiftskirche, Bauaufnahme des Querschiffs, Ostmauer, Studie zu GS 12441, Aufriß und Schnitt



3.5.8.9 - Bad Hersfeld, Stiftskirche, Bauaufnahme des Querschiffs, Ostmauer, Studie zu GS 12441, Aufriß und Schnitt


Inventar Nr.: GS 14874,1
Bezeichnung: Bad Hersfeld, Stiftskirche, Bauaufnahme des Querschiffs, Ostmauer, Studie zu GS 12441, Aufriß und Schnitt
Künstler: Leonhard Müller (1799 - 1878), Zeichner
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Bad Hersfeld
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: "A.W. ROEPER / ROEPERMUEHLE"
Maße: 20,3 x 33,4 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: in der Darstellung: "Inschrift + · DVSDEC · OBIIT / Λ Γ · EER · PR[TIMO" (Graphit)


Katalogtext:
Auf der Vorderseite des ersten Blattes befindet sich die nur stellenweise bemaßte Studie zu der unteren Darstellung auf GS 12441. Bemerkenswert sind die in den Gewölbekappen der drei Apsiden zu erkennenden Fragmente von Heiligendarstellungen, die nicht in die Reinzeichnung übernommen wurden, sowie ein in seiner Lage am Fuß des Nordpfeilers der südlichen Apsisrundung eigens markierter Inschriftenstein, dessen lateinische Schriftzeichen Müller abgeschrieben hat. Es handelt sich um einen Teil eines mittelalterlichen Grabsteins, wie sie mehrfach im Mauerwerk der Kirchenruine festgestellt werden konnten. Vonderau bildet ebendiesen Stein als "nicht mehr lesbar" in seinem Grabungsbericht von 1925 ab (Vonderau 1925, S. 35 u. Abbildung auf Taf. XII, Lichtbild XXXVI) ab. Hörle entzifferte auf dem Stein den Namen "Ratger" (Hörle 1950, S. 28). Bramm wiederum folgte Hörle, versuchte aber auch selbst mittels "Streiflicht" sein Glück und kam zum gleichen Ergebnis wie Hörle. Die Leseversuche von Bramm erwiesen sich als fehlerhaft und spekulativ (Bramm 1957, S. 15). Die abschließende wissenschaftliche Bewertung und Interpretation dieser Spolien steht z. Zt. noch aus (Ludwig 1998/99, S. 46). Erstaunlich ist, daß Müller auch für ein solches Detail ein Auge hatte. Die Zeichnung ist ansonsten gröber und skizzenhafter als GS 12441 unten; an vielen Stellen differiert der Verlauf der Kanten des abblätternden Putzes, die Wandöffnungen und Steinlagen sind mehr angedeutet als genau wiedergegeben. Ein Fragment der Wandbemalung links neben der östlichen Apsis wurde an etwas anderer Stelle eingezeichnet. Der Trümmerschutt vor der Krypta erscheint auf GS 12441 'aufgeräumter' als auf dem Skizzenblatt.
Stand: Mai 2005 [TW]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 03.11.2016


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