2.2.2.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Bauaufnahme des Oktogons, Grundriß



2.2.2.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Bauaufnahme des Oktogons, Grundriß


Inventar Nr.: GS 14149
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Bauaufnahme des Oktogons, Grundriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1800
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit; Feder in Schwarz, rosa und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Jüngling mit Velum auf Kugel und "VDL" sowie "VANDERLEY"
Maße: 96,7 x 61,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fus"
Beschriftungen: oben rechts: "Octogon zu Wilhelmshöhe" (Graphit)
oben rechts: "Nord" (Graphit)
in der Darstellung: "Riesensaal" (Graphit)


Katalogtext:
Auf dem Blatt sind die Grundrisse der drei Geschosse des zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Giovanni Francesco Guerniero errichteten Oktogons auf dem Karlsberg wiedergegeben. Während vom Erdgeschoß und dem Zwischengeschoß jeweils die östliche Hälfte dargestellt ist, wird das obere Geschoß im gesamten Umfang, allerdings in zwei unterschiedlich hohen Schnittebenen, gezeigt.
Von besonderem baugeschichtlichem Interesse sind die an mehreren Stellen eingetragenen Baumaßnahmen, die zur Stabilisierung des von Beginn an statisch problematischen Bauwerks durchgeführt werden mußten. Es handelte sich dabei vor allem um die teilweise Vermauerung der Bogenstellungen oder die Einbringung von Zugankern. Vermerkt sind aber auch zwei Arbeiten, die von Heinrich Christoph Jussow durchgeführt wurden: der Einbau eines Saales im Obergeschoß um 1795/99 (Katalog Kassel 1999/CD-Rom, Nr. BK 45 u. BK 46) sowie die Anlage der noch heute vorhandenen freitragenden Wendeltreppe im Jahr 1802. Durch die beigefügten Jahreszahlen können diese Baumaßnahmen zeitlich präzise eingeordnet werden. Die älteste Jahreszahl ist 1755, die jüngste 1815. Möglicherweise kam Leonhard Müller während seiner Dienstzeit als Hofbaukondukteur in Wilhelmshöhe von 1822 bis 1824 (Müller 1903, S. 24f.; Wiegand 1998, S. 47; Bidlingmaier 2000, S. 100) in den Besitz der Zeichnung, als er mit dem Wiederaufbau eines eingestürzten Teils des Oktogons befaßt war. Die Zeichnung selbst stammt offensichtlich nicht von Müller; sie könnte im Zusammenhang mit dem von Landgraf Wilhelm IX. geplanten, aber nur zum Teil realisierten Ausbau des Obergeschosses entstanden sein (vgl. dazu Katalog Kassel 1999/CD-Rom, Nr. BK 45 - BK 48).
Stand: Mai 2005 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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