2.3.17.14 - Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Speisesaal (Raum 31), Entwurf zu einer Fensterdraperie



2.3.17.14 - Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Speisesaal (Raum 31), Entwurf zu einer Fensterdraperie


Inventar Nr.: GS 14487
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Schloß, Corps de Logis, Speisesaal (Raum 31), Entwurf zu einer Fensterdraperie
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt/-in, Entwurf
unbekannt, Zeichner/-in, Ausführung
Datierung: 1825 - 1830
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1825"
Maße: 24,2 x 37,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: oben mittig: "Grüne durchlaufende Drapperie zum neuen Speise-Saal im Kurfürstlichen Schloss / zu Wilhelmshöhe" (Feder in Schwarz)
unten links: "5.)" (Graphit)
unten links: "5.)" (Graphit) "CARL RIEHL / HOFTAPEZIERER / CASSEL"


Katalogtext:
Das vorliegende Blatt steht in Zusammenhang mit der teilweisen Umgestaltung der Räume von Schloß Wilhelmshöhe nach dem Ende des Königreichs Westphalen. Ab 1822 wurden im Corps de Logis verschiedene Zimmer und Säle neu dekoriert, darunter das Treppenhaus, der Speisesaal und der Hortensiensaal. In den 1820er Jahren entstanden mehrere Entwürfe - die vorliegende Zeichnung ist dem Wasserzeichen zufolge zwischen 1825 und 1830 angefertigt worden - für neue Fensterdraperien.
Die fortlaufende Draperie in Grün sollte zwei Fenster des Speisesaals im Erdgeschoß bekleiden. Oberhalb der beiden Fenster ist eine Vorhangstange mit Endstücken in Pinienzapfenform angebracht. Über die Stangenenden und die Stangenmitte sind zwei gesäumte Stoffbahnen in überkreuzter Anordnung geschlungen. Zwischen den beiden Fenstern fixiert ein Halter in Löwenkopfform eine der Stoffbahnen und markiert zugleich den Mittelpunkt der Draperie.
Leider kann die ursprüngliche Fensterdekoration im Wilhelmshöher Schloß nur in Ansätzen rekonstruiert werden. Da die Vorhangstoffe vor Ort arrangiert wurden, ist nach deren Abnahme nur eine materialtechnische Übereinstimmung zu ermitteln. Trotz einer intensiven Recherche, die auch die Depotbestände mit einbezog, konnte der Entwurf keinem der heute noch erhaltenen Fenstervorhänge zugeordnet werden.
Das Blatt befand sich ehemals im Besitz des Hoftapezieres Carl Riehl, dessen Firmenstempel am rechten unteren Blattrand zu sehen ist. 1926 gab seine Witwe es zusammen mit acht weiteren Entwürfen zu unterschiedlichen Innenausstattungsprojekten an die Staatlichen Kunstsammlungen Kassel.
Stand: Mai 2005, überarbeitet Mai 2006 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 05.09.2022



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