1.84.12.1 - Kassel, Karlsaue, Rossebändiger, perspektivische Ansicht (recto); Ornamentstudien (verso)



1.84.12.1 - Kassel, Karlsaue, Rossebändiger, perspektivische Ansicht (recto); Ornamentstudien (verso)


Inventar Nr.: GS 14484
Bezeichnung: Kassel, Karlsaue, Rossebändiger, perspektivische Ansicht (recto); Ornamentstudien (verso)
Künstler: Hugo Schneider (1841 - 1925), Zeichner
Datierung: 1858
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 7,5 x 6,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: verso: "H. Schneider 1858 / Pferdebändiger / in der Aue" (Graphit)


Katalogtext:
Die auf 1858 zu datierende Zeichnung gehört mit zu den frühesten Blättern, die im Nachlaß Schneider überliefert sind; er fertigte sie noch während seines Studiums an der Kasseler Höheren Gewerbeschule an. Sein Motiv fand er in der Gartenanlage der Karlsaue in Kassel, ein im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel angelegter formaler Garten mit ehemals fünf, jetzt noch drei auf ein breit gelagertes Orangeriegebäude bezogenen Achsen, Kanälen und Bassins. 1764 legte man vor der Orangerie ein großes Bowlinggreen an, 1790 begann man mit der Umgestaltung der Anlage zum Landschaftsgarten, doch blieben die Arbeiten stecken. Auch wenn die zahlreichen Parkbauten der Erbauungszeit inzwischen weitgehend verschwunden sind, sind doch noch zehn Skulpturen und Skulpturengruppen aus dem ehemaligen Programm erhalten. Dazu gehören auch zwei Gruppen Rossebändiger von Johann August Nahl d. Ä. aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Sie sind heute am Anfangspunkt der großen Mittelachse aufgestellt, waren ursprünglich aber für die sog. Rennbahn gedacht. Hugo Schneider zeichnete eine dieser beiden Gruppen, ein wild sich aufbäumendes Pferd und einen Jüngling in antikisierender Tracht, der es im Zaum zu halten sucht.
Die Rückseite des Blattes zeigt Ornamente, wohl Teile ornamentaler Bleiglasfenster.
Schneider klebte das Blatt zusammen mit anderen Zeichnungen auf einen größeren Karton, von dem es mittlerweile, ebenso wie zwei weitere Zeichnungen, abgelöst wurde. Der Karton ist jedoch noch im Kasseler Nachlaß vorhanden (vgl. L GS 14467) und trägt einerseits Studien zum Altar der Stiftskirche in Oberwesel, andererseits sechs skizzenhafte Entwürfe für illuminierte Manuskriptseiten.
Stand: September 2007 [LK]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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