1.23.1.1 - Kassel, Packhof, Bauaufnahme, Grund- und Aufriß, Schnitt



1.23.1.1 - Kassel, Packhof, Bauaufnahme, Grund- und Aufriß, Schnitt


Inventar Nr.: GS 14757
Bezeichnung: Kassel, Packhof, Bauaufnahme, Grund- und Aufriß, Schnitt
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rot, braun, grün und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "JWHA[TMAN] / TURK[EY MILLS] / 18.."
Maße: 44,3 x 29 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuss."
Beschriftungen: oben mittig: "Risse / von dem Packhofsgebäude zu / Cassel." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "Durchschnitt nach A.B."; Vordere Ansicht"; "Grundriss." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Benennung der Räumlichkeiten (Feder in Schwarz)
verso: "260" (Graphit)


Katalogtext:
Das Gebäude des Packhofs an der Fuldaschlagd stand auf dem Gelände des "Neuen Kollegienhofes", des ehemaligen "Oberstenhofes", der verschiedene staatliche Verwaltungsbehörden beherbergte (Woringer 1913, S. 150f.; Holtmeyer 1923, S. 436-438). Nach Umbauten um 1770 wurde der Bau zunächst zeitweilig als Schlachthaus und dann bis in das 19. Jahrhundert als Dienst- und Wohngebäude der Zollbehörde genutzt. Nach dem Beitritt des Kurfürstentums Hessen zum Zollverein 1831 "mußten wegen Erweiterung der Geschäfte auch die Lokalitäten vergrößert werden, dies ist nun vielfältig geschehen und an der Stelle des früheren Geschäftslokals ist jetzt ein zum größten Theil neues, schönes und bequemes Gebäude mit vielen Dienstwohnungen, der Fulda entlang, errichtet worden – das Hauptzoll-Amts-Gebäude" (Lobe 1837, S. 120f.; vgl. GS 14760 u. GS 14761; Marb. Dep. II, 230a u. Marb. Dep. II, 230b). Die Dienststelle, nach 1866 in Hauptsteueramt umbenannt (Woringer 1913, S. 151) und die zugehörigen Wohnungen verblieben bis 1883 in dem Gebäude, das danach, bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, Wohn- und Verwaltungszwecken diente (Holtmeyer 1923, S. 438).
Auf dem Blatt sind von dem zweigeschossigen steinernen Gebäude mit Mansarddach der Aufriß der Hofseite, ein Schnitt durch den Hauptflügel sowie der Erdgeschoßgrundriß zusammengestellt. In letzterem dienten zwei große Räume zum Lagern und Wiegen der zu verzollenden Waren. Die Waage machte offenbar eine besondere Verstärkung der Deckenbalken durch ein im Schnitt sichtbares Sprengwerk erforderlich. Der winkelförmig angeordnete Seitentrakt zur Straße Vor der Schlagd enthielt zwei Diensträume und eine in das Obergeschoß führende Treppe. Gegenüber war ein kleiner eingeschossiger Schuppen in Fachwerkbauweise angefügt, der im Aufriß lediglich als Strichzeichnung wiedergegeben ist.
In allen drei Darstellungen erscheint der vor der Hoffassade stehende Kran. Nicht ganz klar ist die Bedeutung der gestrichelten Linien; möglicherweise ist mit ihnen eine Verdachung angedeutet.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 12.10.2016


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