1.11.2.1 - Kassel, Renthof, Sitzungssaal des Konsistoriums, Projekt zur Wiederherstellung, Entwurf, Decken- und Wandabwicklungen



1.11.2.1 - Kassel, Renthof, Sitzungssaal des Konsistoriums, Projekt zur Wiederherstellung, Entwurf, Decken- und Wandabwicklungen


Inventar Nr.: GS 14491
Bezeichnung: Kassel, Renthof, Sitzungssaal des Konsistoriums, Projekt zur Wiederherstellung, Entwurf, Decken- und Wandabwicklungen
Künstler: Theodor Maximilian von Kramer (1852 - 1927)
Datierung: 1886
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 31,5 x 38,9 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:50"
Beschriftungen: oben rechts: "Projekt zur Wiederherstellung / des / Kleinen Sitzungssaales / im Koeniglichen Consistorialgebäude / zu Cassel." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Renthof 5" (Graphit)
unten links: "hat vorgelegen / Cassel den 25 ten Februar 1886 / der Reg. u. Bau Rath / Zeidler Stoll" (Feder in Schwarz und Blau)
unten rechts: "Th. v. Kramer. Jan. 1886" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "zum Kostenüberschlag vom / 8. Februar 1886 gehörig / Schuchard / Baurath." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Im ersten Obergeschoß des Kanzleibaus befand sich der ehemals landgräfliche Sitzungssaal, der auch vom Konsistorium genutzt wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde hier ein großes Wandgemälde freigelegt, das Landgraf Wilhelm IV. und seine Räte zeigt und mit der Jahreszahl 1580 versehen ist (Holtmeyer 1923, S. 448f.). Das 5,40 m lange und 2,65 m hohe Gemälde an der Westwand des Saales war aufgrund der oberhalb angebrachten Benennung der dargestellten Personen ein wichtiges Zeitdokument.
Die 1886 von Theodor von Kramer angefertigte Zeichnung mit dem Titel "Projekt zur Wiederherstellung / des / Kleinen Sitzungssaales / im Koeniglichen Consistorialgebäude / zu Cassel" präsentiert neben- und untereinander Entwürfe für die Wände und die Decke. Vorgesehen war eine umlaufende Wandvertäfelung unterhalb des Wandbilds, die an der "Thürseite" eingebaute hohe Bücherschränke umfaßt. Die Tapete bzw. Wandbemalung auf den freien Flächen sieht ein abstraktes Muster in dunkelblau-grauen Tönen vor. Der Plafond im Stil der Neo-Renaissance greift in den Porträtmedaillons das Motiv des Fürstenbildes wieder auf und ergänzt es um christliche Motiven, die vermutlich auf den kirchlichen Auftraggeber zurückgehen. Die helle, zartgetönte Farbigkeit nimmt nur an einigen Stellen die dunklen Töne der Wand auf und gibt dem Raum damit eine lichte Höhe.
Den beiden Sichtvermerken zufolge handelt es sich hier um ein konkretes Umgestaltungsprojekt, das vermutlich auch umgesetzt wurde. Leider konnte aber weder ein historischer Beleg noch ein Photo des Raumes gefunden werden, die dies bestätigen könnten.
Der auch als Maler tätige Theodor von Kramer verließ 1888 Kassel und wurde Direktor des Bayerischen Gewerbemuseums in Nürnberg.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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