1.6.1.3 - Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme, Grundriß



1.6.1.3 - Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme, Grundriß


Inventar Nr.: Marb. Dep. 138
Bezeichnung: Kassel, Schloß Bellevue, Bauaufnahme, Grundriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, beige laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "C & I HONIG"
Maße: 48,8 x 94,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Caßler Maaß."
Beschriftungen: mittig: "Plan von dem Rez de Chaußée des Kurfürstlichen Schloßes Bellevue zu Caßel." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "No 1." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Raumbezeichnungen (Graphit)


Katalogtext:
Die Bauaufnahme präsentiert den Erdgeschoßgrundriß des Bellevueschlosses in der Kasseler Oberneustadt im Zustand nach 1825 (zu diesem Baukomplex vgl. Brunner 1916 u. Holtmeyer 1923, S. 370-382; vgl. auch GS 14545). Diese Datierung ergibt sich aus der Existenz des "Weißen Saales", der in diesem Jahr von Johann Conrad Bromeis im Nordosten der Anlage an das Palais des Prinzen Georg angefügt worden war (rechts; vgl. Holtmeyer 1923, Taf. 241; Lobe 1837, S. 45). Wie aus der Darstellung hervorgeht, befanden sich im Erdgeschoß unter dem Saal drei Räume, die von der hier verbreiterten Durchfahrt aus zugänglich waren.
Entsprechend dem etwas älteren Obergeschoßgrundriß GS 14545 sind auch hier die Verbindungsgalerie über der Fünffensterstraße sowie der zum Marstallkomplex vermittelnde seitliche Anbau an das Palais Bellevue zu sehen. Die Stall- und Nebengebäude werden nicht mit ihrem Grundriß, sondern mit einer flächenfüllenden Lavierung gezeigt. In den Plan wurden nachträglich mit der Feder Ergänzungen und Veränderungsvorschläge insbesondere für die Aufstellung von Öfen einskizziert. Weiterhin waren die Namen von Bewohnern und Buchstaben zur Kennzeichnung einzelner Räume notiert. Diese in Graphit ausgeführten Eintragungen wurden dann wieder weitgehend radiert, sind aber teilweise noch lesbar, so etwa "Lohmännin". Möglicherweise handelt es sich bei dieser um die im Adreßbuch von 1828 genannte Witwe Lohmann (HHCSAC 1828, S. 32).
Das durch mehrere Linien und einen hellgrauen Randstreifen sorgfältig als Präsentationszeichnung gestaltete Blatt ist durch die oben rechts vermerkte Nummer 1 als Bestandteil einer mehrere Blätter umfassenden Serie ausgewiesen.
Stand: Mai 2005 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 08.09.2017


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