1.5.1.4 - Kassel, Weißes Palais, Tanzsaal, Präsentationszeichnung zur westlichen Querwand, Aufriß



1.5.1.4 - Kassel, Weißes Palais, Tanzsaal, Präsentationszeichnung zur westlichen Querwand, Aufriß


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.836
Bezeichnung: Kassel, Weißes Palais, Tanzsaal, Präsentationszeichnung zur westlichen Querwand, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Datierung: 1818
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit und Feder in Schwarz, aquarelliert mit Goldhöhung
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 48,6 x 40,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "fus."
Beschriftungen: oben mittig: "Seite des TanzSaal's nach dem Friedrichsplatz. 1818" (Graphit)
verso: "Gerahmt am 30.1.[19]37 F. Becker; Kassel / [anstatt] des Fensters Thür nach dem Thronsaal / 128 die Ausstattung sonst sehr ähnlich / Grosser Tanzsaal" (Graphit)
verso: "7" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Die Präsentationszeichnung zeigt für Wände und Lambris eine Verkleidung mit goldbraunem und braunem Stuckmarmor, auf dem in den Wandfeldern Palmetten, Rosetten sowie Füllungen mit Arabesken und Musikinstrumenten aus weißem Stuck zu sehen sind. Im Kontrast hierzu stehen die beiden ionischen Säulenpaare und die Pilaster mit blauem, lapislazulifarbenem Stuckmarmor an den Schäften und den vergoldeten Basen und Kapitellen. Die blauen, mit goldenen Sternen und Bordüren besetzten Fenstergardinen in der halbrunden Nische sind auf das Blau der Säulenschäfte abgestimmt und stimmen in der Form ihrer Drapierung mit einem Blatt in Potsdam überein (SPSG, Plankammer; vgl. Bidlingmaier 2000, Kat.Nr. 189). Dies gilt auch für das Gebälk, das im Fries braungelbe Girlanden und Genien vor blauem Grund aufweist und im Kranzgesims reich vergoldet ist. Die von einer ebenfalls vergoldeten Archivolte eingefaßte Halbkuppel der Musikempore wird von einer Lünette durchbrochen und besitzt eine Bemalung, wobei die Gurte einen hellblauen und die Kassetten einen hellbraunen Grund zeigen. In den beiden Zwickelfeldern sind Genien mit Füllhörnern und Arabesken in weißer Farbe auf hellblauem Grund zu erkennen. Die beiden doppelflügeligen Türen links und rechts haben Füllungen mit Lorbeerkränzen und Thyrsusstäben.
Der Entwurf wurde in dieser Form verwirklicht, wobei der Fries eine Dekoration mit Palmetten erhielt und die Füllungen in den Wandfeldern und auf den Türen wegfielen.
Stand: August 2007 [RB]


Literatur:
Bidlingmaier 2000, S. 328, Kat.Nr. 191, Abb. S. 191


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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