1.5.6.18 - Kassel, Rotes Palais, Pariser Saal, Präsentationszeichnung zu einer Querwand, Aufriß



1.5.6.18 - Kassel, Rotes Palais, Pariser Saal, Präsentationszeichnung zu einer Querwand, Aufriß


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.846
Bezeichnung: Kassel, Rotes Palais, Pariser Saal, Präsentationszeichnung zu einer Querwand, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Datierung: um 1824
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, teilweise laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "VD" und "L", Frauenfigur mit hochschwingendem Tuch auf Kugel mit Sockel
Maße: 42,4 x 62,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Seitenwand des VorSaals." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "K. No. 29. / 14." (Feder in Schwarz und Rot)
rechts: "Genehmigt / An den großen Fenstern unter dem Kaempfer grade Vorhaenge / Am breiten Frieß durchgehende Drapperien auf den FensterWaenden / Wilhelm K" (durchgestrichen) (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Decoration genehmigt / Wilhelm K" (Feder in Schwarz)
verso: "11" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Die Präsentationszeichnung gibt die Dekoration einer der beiden Querwände des Pariser Saales wieder. Die bis über die Türen reichende Boiserie ist im Lambris und in den Wandfeldern mit bunten Malereien in Form von Arabesken, Rosetten, Blättern, Pfauen und Füllhörnern verziert. In der halbrunden, mit rosa Stuckmarmor verkleideten und von zwei Pilastern flankierten Ofennische ist ein von einer Vase bekrönter, zylinderförmiger Ofen mit Kupfermantel und Bronzeverzierungen zu erkennen. Die mit einfachen Füllungen versehenen Türen zeigen in den Supraporten Bacchanalien. In dem über dem profilierten Kämpfergesims liegenden breiten Fries aus rosa-grauem Stuckmarmor sind einzelne Stuckreliefs und unter dem Hauptgesims ein Stuckfries mit Genien und Arabesken zu erkennen. Das mit Konsolen besetzte, mehrfach profilierte Hauptgesims leitet mit hellblauer Hohlkehle zur Flachdecke über.
Die von Wilhelm II. durch Unterschrift und Siegel genehmigte Dekoration wurde in dieser Form ausgeführt, wobei jedoch anstelle der Wandfelder Spiegel traten. Der Stuckfries unter dem Hauptgesims fiel bei der Ausführung ganz weg, die Reliefs wurden in einer anderen Form angeordnet.
Stand: August 2007 [RB]


Literatur:
Bidlingmaier 2000, S. 343, Kat.Nr. 324, Abb. S. 261


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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