2.16.3.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Erdgeschoßgrundriß, Werkzeichnung



2.16.3.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Erdgeschoßgrundriß, Werkzeichnung


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.970
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Erdgeschoßgrundriß, Werkzeichnung
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Wilhelm Ludwig Schulz (1805 - 1880), Zeichner, fraglich
Datierung: 1825
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, rosa, blau und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Jüngling mit Velum auf Kugel und schmalem Sockel / "VDL"
Maße: 48 x 63,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß
Beschriftungen: oben mittig: "Plan vom Rez de Chaussee des neuen Wachthauses für Wilhelmshöhe" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "No. 3a" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Bromeis 1825" (Feder in Schwarz)
verso: "No. 10" (Rotstift)


Katalogtext:
Mit "No. 3a" ist der "Plan vom Rez de Chaussee des neuen Wachthauses für Wilhelmshöhe" bezeichnet, der von Bromeis 1825 signiert ist, aber vermutlich nicht von ihm selbst gezeichnet wurde. Als Oberhofbaumeister nahm er in der Regel die Dienste seiner Baueleven in Anspruch und überarbeitete oder ergänzte die Zeichnungen nach seinem Gutdünken.
Die deutlich von Gebrauchsspuren gezeichnete Werkzeichnung präsentiert den Grundriß des Erdgeschosses, ergänzt um eine Stückliste der benötigten Bodenplatten. Die Funktion der Räume ist sorgfältig vermerkt. Die "Sommerwachtstube für 36 Mann" im Zentrum wird auf der rechten Seite im vorderen Teil des Seitenrisalits ergänzt durch die "Garde du Corps / Wachtstube / wo im Winter für die / gewöhnliche Wache von 12 / Mann dient". "Gens d'armes Wachtstube" und "Gens d'armes Arrest" befinden sich hinter dem "Hausflur" an der Rückseite des Gebäudes. Auf der linken Seite befindet sich vorderseitig die "Offiziers Stube", während rückseitig hinter dem Flur mit dem Treppenaufgang der "Hof Arrest / zwei übereinander" untergebracht ist. Die große Wachtstube mit dem um die Mittelsäulen gebauten großen Tisch war nur vorder- und rückseitig zugänglich, da an den seitlichen Wänden die "Pritschen" für die Wachtsoldaten aufgereiht waren. Große Fenster ermöglichten aber den Einblick in die beiden Arrestzellen an der Rückseite und die Wachtstuben neben der Vorhalle.
Im Vergleich mit dem in Potsdam aufbewahrten Erdgeschoßgrundriß aus der Entwurfsserie von 1824 (SPSG, Plankammer, Inv.Nr. 20378) wird deutlich, daß Bromeis ursprünglich nur die zwei zentralen Säulen mit dem ovalen Tisch in der Wachtstube vorgesehen hatte, die er allerdings schon im Schnitt VSG 1.3.1082 um zwei weitere Säulenpaare ergänzte.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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