2.16.3.15 - Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Werkzeichnung zu Fenstern und Türen, Aufrisse



2.16.3.15 - Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Werkzeichnung zu Fenstern und Türen, Aufrisse


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.975
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Wachthaus, Werkzeichnung zu Fenstern und Türen, Aufrisse
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Architekt
Wilhelm Ludwig Schulz (1805 - 1880), Zeichner, fraglich
Datierung: 1825/1826
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot
Träger: Papier
Wasserzeichen: "J WHATMAN / 1820"
Maße: 72,3 x 52 cm (Blattmaß)
Maßstab: drei bezifferte Maßstäbe ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben mittig: "Wachthaus zu Wilhelmshöhe" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "vt. Bromeis 1826" (Feder in Schwarz)
links neben der Darstellung: "1. u 4. / wird für Fenster und / Thüren der Gemeinen / Wachtstube Genehmigt / 3. für die fenster / der beyden äusseren fenster der beyden / Etagen / nur mit dem Unter / schied dass an den Un- / teren noch ganz oben / über ein fries noch num. 2 gehet" (Feder)
verso: "N. 17" (Rotstift)


Katalogtext:
Da die ersten Entwürfe für Fenster und Türen am neuen Wachthaus in Wilhelmshöhe (VSG 1.3.1078) nicht die Zustimmung des Kurfürsten gefunden hatten, wünschte er im Februar 1826, "daß solche nicht in dem gewöhnlichen, schlichten und geraden Styl, sondern in andern Formen ausgeführt werden sollten" (Bidlingmaier 2003, S. 43). Dementsprechend legte Bromeis in diesem Blatt weitere Entwürfe mit dekorativen Sprossenmustern vor, die dann mit den ergänzenden Notizen von der Hand des Kurfürsten (vgl. den Brief vom 22.2.1826 in StAM Best. 1b 1, 402) in roter Feder konkretisiert wurden. So heißt es bei den Kellerfenstern in der oberen Reihe rechts: "für die Kellerlöcher Jalousien statt Fenster". Bei der "Haubthür / auf den Seiten-facaden / 1.2.3.4. Glassscheiben" ergänzt er "statt 1.2.3. 4 / ein Glasfenster". Die mittlere "Thür zu der Winter / wachtstube" wird als Modell für alle Türen genommen: "alle Thüren nach dieser". Die ausführliche Beschriftung links unten neben dem Entwurf zur zentralen Türfront erläutert: "1. u 4. / wird für Fenster und / Thüren der Gemeinen / Wachtstube Genehmigt / 3. für die fenster / der beyden äusseren fenster der beyden / Etagen / nur mit dem Unter / schied dass an den Un- / teren noch ganz oben / über ein fries noch num. 2 gehet". Diese Mischung aus zwei unterschiedlichen Mustern ist auch heute noch an den Fenstern des Erdgeschosses zu sehen.
Das vom Oberhofbaumeister persönlich mit "vt. Bromeis 1826" abgezeichnete Blatt stammt vermutlich ebenso wie viele der anderen Werkzeichnungen zum Wachthaus von Wilhelm Ludwig Schulz, der seit 1821 als Baueleve im Hofbauamt tätig war.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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