2.4.3.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Ballhaus, Umbauentwurf der Längsfront, Aufriß



2.4.3.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Ballhaus, Umbauentwurf der Längsfront, Aufriß


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.986
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Ballhaus, Umbauentwurf der Längsfront, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855)
Datierung: 1828
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit und Feder, aquarelliert
Träger: Maschinenpapier, aufgelegt auf ein Büttenpapier
Wasserzeichen: -
Maße: 41 x 62 cm Unterlage (Blattmaß)
32 x 52,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit XXX
Beschriftungen: oben mittig: "Tanzsaal = Gebäude zu Wilhelmshöhe" (Feder in Schwarz)
oben mittig: "Tanzsaal = Gebäude zu Wilhelmshöhe" (Feder in Schwarz) "1808 -1809 als Theater erbaut und 1828 zu einem Tanzsaal umgebaut" (Graphit)
verso: "S. 9 und (Tanzsaal)" (Graphit)
verso: "N = 1" (Rotstift)


Katalogtext:
Kurfürst Wilhelm II. plante nach seinem Amtsantritt 1821 verschiedene Bauprojekte für Wilhelmshöhe. Um Besuchern die Möglichkeit zu einem längeren Aufenthalt zu bieten, wurde anstelle des alten Wachtlokals und des Gasthauses ein großes Hotel errichtet. Für die abendliche Unterhaltung fehlte allerdings ein "Tanzsaale für das Publicum". So entstand der Plan, das funktionslose Theatergebäude aus der 'westphälischen' Zeit entsprechend umzugestalten. Der längsrechteckige Grundriß kam der geplanten neuen Funktion dabei entgegen. Den Auftrag dazu erhielt Hofbaumeister Johann Conrad Bromeis im April 1828. Abgesehen von den weitreichenden Baumaßnahmen im Innern wurde auch das Äußere des Baues in wesentlichen Bereichen verändert. Klenzes hatte die Fassade durch eine zweizonige Mauerstruktur gliedert. Der Viersäulenportikus mit Giebelbekrönung an der parkseitigen Längsachse hatte die Mittelachse akzentuiert und ein Gegengewicht zur horizontalen Fassadenstruktur geschaffen. Der Portikus, der bisher den Haupteingang für Publikum und Schauspieler betonte, wurde nun ohne den bekrönenden Giebel an die vom Schloß abgewandte Nordseite versetzt und damit auf den neuen Hotelbau hin ausgerichtet. Die Fenster wurden bis zur Sockelzone heruntergezogen und achsengerecht über die Fassade verteilt. Die Portalnischen wurden vermauert. Wie die vorliegende Zeichnung verdeutlicht, gliedern nun vier Fenster und eine mittig gesetzte Fenstertür die Längsseiten. Im Dachbereich setzt durch die Erhöhung der Deckenkonstruktion das Walmdach direkt auf der Attika an und ist nicht mehr teilweise durch diese verdeckt (Härtel 2004, S. 54 u. 64f.; Thümmler 2004, S. 66f.).
Das Blatt gehört zusammen mit drei weiteren Zeichnung des Ballhauses (s. VSG 1.3.987, VSG 1.3.988, VSG 1.3.991) zum Nachlaß des Hofbaukondukteurs Heinrich Regenbogen. Unter seiner Leitung wurden ab Mitte Juni 1828 die Fenster vergrößert (Bidlingmaier 2003, S. 16f.).
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
Bidlingmaier 2003, S. 16


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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