11.13.4.1 - Entwurf für eine dorische Säule, Aufriß



11.13.4.1 - Entwurf für eine dorische Säule, Aufriß


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.918
Bezeichnung: Entwurf für eine dorische Säule, Aufriß
Künstler: Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Entwurf
Heinrich Ludwig Regenbogen (1802 - 1885), Vermutet
Datierung: 16.04.1828
Geogr. Bezug:
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Büttenpapier, auf Unterkarton montiert
Wasserzeichen: -
Maße: 48 x 63,3 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: in der Darstellung: "gut [?], Br. 16/4.28." (Feder in Rot)
verso: "N. 27" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Die von Johann Conrad Bromeis am 16.4.1828 mit einem Sichtvermerk versehene Entwurfszeichnung zeigt eine dorische Säule im Aufriß sowie das entsprechende Kapitell ohne das in der Vollansicht abgebildete Palmettenornament in der Halszone. Der Schaft der ca. 4 m hohen Säule sollte der Beschriftung zufolge mit 20 Kanneluren versehen werden, was auf eine Vollsäule hindeutet. Das auflagernde Gebälk ist mit einem von einer Akanthusranke geschmückten Fries in Graphit skizziert, jedoch nicht weiter ausgeführt worden.
Die Zeichnung wird aufgrund von Datierung und Sichtvermerk dem Schloß zugerechnet, was jedoch anzuzweifeln ist. Eine frei stehende dorische Säulenordnung läßt sich nur mit einer anspruchvollen Raumgliederung in einem Eingangs- oder Erschließungsbereich bzw. in einem der Repräsentativräume in Zusammenhang bringen. Für die entsprechenden Räume im Corps de Logis des Schlosses wie dem Vestibül und der Bibliothek im zweiten Obergeschoß sind keine Arbeiten vorgenommen worden, in deren Folge frei stehende Säulen errichtet worden wären. Im Weißensteinsteinflügel sind zwar frei stehende dorische Säulen zu finden, diese stammen jedoch aus Zeit der Errichtung des Gebäudes (Erdgeschoß, Westapsis, Schlafzimmer). Im Vestibül sind die vier Säulen im Zuge der Umlegung des Treppenhauses in die südwestliche Apsis sogar entfernt worden. Jedoch gelingt auch eine Zuordnung an ein anderes Hofgebäude nicht. Gebäude wie das Wachthaus waren in dieser Zeit bis auf einige Innenarbeiten bereits fertiggestellt. Das Residenzpalais am Friedrichsplatz - hier käme u. a. das Vestibül in der Erweiterung des Weißen Palais in Frage - ist aufgrund der späten Datierung ebenfalls auszuschließen.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 22.06.2016


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