2.8.1.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Bauaufnahme, Lageplan



2.8.1.2 - Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Bauaufnahme, Lageplan


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.1008
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Bauaufnahme, Lageplan
Künstler: Leo von Klenze (1784 - 1864), Zeichner, fraglich
Datierung: um 1810
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Feder in Schwarz, schwarz, grün, blau und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 43,9 x 31 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "pieds de Cassel"
Beschriftungen: verso: "Situationsplan von Klenze" (Graphit)


Katalogtext:
Der farbig lavierte Situationsplan zeigt einen Ausschnitt aus dem Wilhelmshöher Park, der den Lac, den Bereich von Mulang und Fasanerie sowie das abfallende Gebiet unterhalb des Weißensteinflügels umfaßt. In das sorgfältig differenzierte und modellierte Gelände sind im wesentlichen diejenigen Wege, Gebäude und auch Parzellen eingetragen, die auch in dem 1798 datierten, ähnlich dimensionierten Plan von Wittich (StAM Karten PII 10.092; vgl. Steinhauer 2003, Abb. S. 25) erscheinen. Es fehlt allerdings die Moschee unterhalb der Fasanerie, die noch 1836 in dem großen Situationsplan von Regenbogen (GS 21052) verzeichnet ist. Neu ist auch die Einzeichnung einer Verbindung vom linken Ufer des Lac zu der kleinen Insel, wobei ein kleines Bootshaus o. ä. eingeplant ist.
Die Beschriftung des Maßstabs mit "pieds de Cassel" läßt eine Entstehung des Planes in der 'westphälischen' Zeit vermuten. Die rückwärtige Beschriftung des aus dem Nachlaß des Hofbaumeisters Regenbogen stammenden Blattes "Situationsplan von Klenze" bestätigt dies, wenn auch die Zuschreibung an Leo von Klenze, der von 1808 bis 1813 in Kassel tätig war, einer sachlichen Grundlage entbehrt. Es ist jedenfalls nicht bekannt, daß Klenze über den Bau des Ballhauses hinaus an Planungen im Park Wilhelmshöhe beteiligt war.
Der Plan dokumentiert offensichtlich Umgestaltungsideen aus der Zeit um 1810, die den Abbruch der Moschee und eine zusätzliche Nutzbarmachung des Lac betrafen, aber nicht in die Tat umgesetzt wurden. Das in Graphit eingetragene, mit Zahlen versehene Linienraster sowie weitere Notizen verraten, daß die Zeichnung als Grundlage für weitere Planungen diente (vgl. VSG 1.3.890).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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