1.29.8.8 - Kassel, Ständehaus, Entwurf zur Erweiterung des Ständesaals, Grundriß



1.29.8.8 - Kassel, Ständehaus, Entwurf zur Erweiterung des Ständesaals, Grundriß


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.1034,11
Bezeichnung: Kassel, Ständehaus, Entwurf zur Erweiterung des Ständesaals, Grundriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1850
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 58,5 x 43,5 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: mittig in der Darstellung: "Grundriß / über / die Erweiterung des Stände-Saales." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Benennung der Räumlichkeiten (Feder in Schwarz)
oben rechts: "7" (Farbstift in Rot)


Katalogtext:
Der Grundriß zeigt den Umfang der Um- und Neubaumaßnahmen, die in roter Feder schraffiert über und neben den grau lavierten Bestand gezeichnet sind. Um mehr Raum für Zuschauer zu schaffen, sollten seitlich des Saales Räumlichkeiten zur Einrichtung von Tribünen und Emporen entstehen. Dabei wäre der Saal in seiner ursprünglichen Größe erhalten geblieben, hätte aber seine Längswände komplett verloren. Diese sollten durch Arkaden ersetzt werden, um so freie Sicht sowie Belichtung des Saales durch Fenster in den Außenwänden zu erhalten. Im Gegensatz zur kompletten Umgestaltung der Längsseiten war vorgesehen, die beiden Schmalseiten mit der Thronnische und der Zuschauertribüne unverändert beizubehalten. In dem neuen Quertrakt hinter dem Saal sollten zwei große Treppenhäuser sowie im Erdgeschoß ein halbrund geschlossener Raum für die Wache untergebracht werden. In gewissem Umfang wurde diese Planung beim Um- und Ausbau des Gebäudes in den Jahren 1904-1906 wieder aufgegriffen (Holtmeyer 1923, S. 458f.; Katalog Kassel 1986/3, S. 28-30).
Im Bereich des Saales wurde zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Ende des Kurstaates Hessen 1866 mit Graphit ein Vorschlag zur Anordnung der Sitze des Präsidenten des neugeschaffenen Kommunallandtags in der Mittelachse des Raumes sowie des Platzes des Oberpräsidenten an einer Seite eingezeichnet (vgl. dazu VSG 1.3.1024,9). Ergänzend ist der Verlauf der Kellermauern dargestellt und durch Schraffierung hervorgehoben.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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