1.84.3.19 - Kassel, Karlsaue, Orangerie, Bauaufnahme und Umbauentwürfe, Aufriß und Schnitte



1.84.3.19 - Kassel, Karlsaue, Orangerie, Bauaufnahme und Umbauentwürfe, Aufriß und Schnitte


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.1090
Bezeichnung: Kassel, Karlsaue, Orangerie, Bauaufnahme und Umbauentwürfe, Aufriß und Schnitte
Künstler: Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825 - 1885)
Datierung: 1870
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, grau laviert
Träger: Transparentpapier auf Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 56,1 x 87 cm (Blattmaß)
Maßstab: zwei bezifferte Maßstäbe mit Maßeinheit "Fuß Casseler Maas." und "m"
Beschriftungen: oben mittig: "ORANGERIESCHLOSS IN DER CARLSAUE / BEI CASSEL. / ANSICHTEN UND DURCHSCHNITTE:" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "B. 2."; "Inventar der Königl. Kreisbauinspektion Cassel I / eingetragen unter IV. d. Nr. 19." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "D(ehn-Rotfelser)" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "Revidirt / im Ministerium für Handel / Abth. f. d. Bauwesen / Berlin den 31. Januar 1871 / Gie(rsberg)" (Feder in Rot)
in der Darstellung: Benennung der Bauteile (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Zusammen mit VSG 1.3.1089 zeigt VSG 1.3.1090 die geplanten und weitgehend realisierten Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen, die zwischen 1870 und 1876 an den Orangeriegebäuden unter der Leitung von Hofbaudirektor Heinrich von Dehn-Rotfelser durchgeführt wurden (Holtmeyer 1923, S. 336-338; Biehn o. J., S. 4-6). Da die projektierten Änderungen in roter Feder in den schwarz mit grauer Lavierung des in "Ansichten und Durchschnitten" dargestellten Baubestands eingezeichnet sind, geben beide Blätter einen guten Überblick über den Umfang der Arbeiten. Allerdings ergibt der Vergleich mit anderen Plänen sowie mit Photographien, daß es im Lauf der Arbeiten noch zu weiteren Änderungen gekommen ist. So wurde etwa an den Innenwänden in den Flügeln ("Galerien") auf die jeweils mittig vorgesehenen Türen verzichtet, statt dessen wurden Brunnen eingebaut (vgl. etwa VSG 1.3.1087 sowie Holtmeyer 1923, Taf. 203 u. 209).
Offensichtlich war an eine vollständige Überarbeitung der gartenseitigen Fassaden von Marmorbad und Küchenpavillon gedacht, wo man die Erdgeschoßtüren in Fenster verwandelte, aber dann doch auf die jeweils mittlere Bogenstellung verzichtete. Auf der Terrassenbalustrade lassen sich die vorgeschlagene Umgruppierung der Figuren und Vasen erkennen; hier war an eine vollständige Veränderung gedacht, von der nur die vier Großskulpturen an den Treppen ausgenommen werden sollten. Nachträglich sind hier und an anderen Stellen einige Korrekturen und Ergänzungen in Graphit vorgenommen worden. Die Tondi in den Bogenzwickeln sind, anders als bei VSG 1.3.1085, leer, was darauf schließen läßt, daß die später hier von Karl Hassenpflug gearbeiteten Bildnisse der hessischen Landgrafen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgesehen waren.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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