2.1.2.3 - Kassel-Wilhelmshöhe, Park, Lageplan der Gesamtanlage



2.1.2.3 - Kassel-Wilhelmshöhe, Park, Lageplan der Gesamtanlage


Inventar Nr.: SM-GS 1.3.858
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Park, Lageplan der Gesamtanlage
Künstler: Caspar Christoph Schaeffer (1776 - 1819)
Datierung: um 1803
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Grau, grau, braun, rotbraun, grün und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 60,5 x 43,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: unbezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Toisen"
Beschriftungen: unten links: "Plan / von / Wilhelmshöhe. / Sr Kurfürstlichen Durchlaucht / Wilhelm I. Kurfürst / zu Hessen / unterthaenigst zugeeignet / von / Schaeffer." (Feder in Schwarz)
unten rechts: Legende (Feder in Schwarz)
verso: "W.höher Bibl. Nr. 286" (Graphit)


Katalogtext:
Der durch zuviel Licht geschädigte Plan gibt die Schloß- und Gartenanlagen von Wilhelmshöhe im weitgehend abgeschlossenen Ausbauzustand zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder. Mit der ebenfalls von Caspar Christoph Schaeffer angefertigten Darstellung L GS 12651 besteht eine so weitgehende Übereinstimmung, daß beide Zeichnungen in engem zeitlichem Zusammenhang entstanden sein müssen. Allerdings läßt sich für VSG 1.3.858 ein etwas früherer Entstehungszeitpunkt festlegen, da hier außer dem Pavillon in der Kastanienplantage auch noch die Nebengebäude hinter dem Marstall gezeigt sind, die in der anderen Zeichnung bereits fehlen. Sie wurden um 1809/10 während der Regierungszeit König Jérômes niedergelegt, um Platz für weitere Stallgebäude zu schaffen. Bemerkenswerterweise sind die Positionen in der Legende für die nicht mehr dargestellten Bauten noch enthalten (Nr. 6 u. 15-20).
Die beiden vorhandenen Schriftfelder mit Titel und Widmung sowie Legende sind nachträglich in ausgeschnittene Felder montiert worden. Sie ersetzen die hier zunächst möglicherweise in französischer Sprache abgefaßten Bezeichnungen, wie sie sich im Blatt L GS 12651 teilweise erhalten haben. Eine analoge Vorgehensweise ist im Stich von Jacques Christophe Savin nach Schaeffer (GS 12728) festzustellen (vgl. Katalog Kassel 1993, S. 132, Nr. 78).
Unklar bleibt, wieso Schaeffer innerhalb von etwa zwei oder drei Jahren zwei fast identische Pläne anzufertigen hatte.
Stand: August 2007 [GF]


Literatur:
Härtel 2004, S. 51, Abb. 18


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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