2.8.5.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Entwurf für einen Stall im chinesischen Stil, Grund- und Aufriß



2.8.5.1 - Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Entwurf für einen Stall im chinesischen Stil, Grund- und Aufriß


Inventar Nr.: GS 12496
Bezeichnung: Kassel-Wilhelmshöhe, Mulang, Entwurf für einen Stall im chinesischen Stil, Grund- und Aufriß
Künstler: unbekannt
Datierung: um 1783
Geogr. Bezug: Kassel-Wilhelmshöhe
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, blau, rosa und ocker laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Medaillon mit Löwen auf Sockel "VRYHEIT", der Pfeilbündel hält (= Niederlande) und einen Stab mit Hut (?), Umschrift "PRO PATRIA", "LIBERTATE", "EIUSQUE", darüber Krone mit Orangenbaum (= Oranien)
Maße: 25,5 x 27,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab ohne Maßeinheit
Beschriftungen: oben rechts: "19" (Farbstift in Blau)


Katalogtext:
Das zu einer Serie von vier Zeichnungen (GS 12495 - GS 12497, GS 12812) gehörende Blatt präsentiert ein langgestrecktes Fachwerkgebäude mit Backsteinfüllung auf einem Steinsockel, dessen irreguläre Fachwerkkonstruktion in Zusammenhang mit der wellenförmig aufgebogenen Traufdekoration und der ungewöhnlichen blauen Farbe des Daches den "exotischen" Charakter des Baus prägt. Im Gegensatz zu den beiden Entwürfen GS 12495 und GS 12497 ist das Dach als Walmdach mit abgeschrägten Seitenflächen angegeben, wobei an der linken Seite eine zweite Kontur in Graphit eine Variante mit größerem Dachüberstand (vgl. GS 12812) andeutet. Zwei einfache Türen mit rechteckigen, durch Holzlamellen verschlossenen Lüftungsöffnungen darüber ermöglichen den Zugang, während an den Stirnseiten Fenster oder Lüftungsöffnungen vorgesehen waren. An der rückseitigen Innenwand des Hauses ist im Grundriß eine lange Reihe von Futtertrögen angebracht, die die Funktion als Stall belegt.
Im Vergleich mit den beiden ebenfalls farbig ausgeführten Entwürfen der Serie (GS 12495 und GS 12497) wirkt das hier dargestellte Gebäude schlichter, stärker an der Funktion orientiert. Grund- und Aufriß dieses Blattes sind in feinem Graphit auf die Zeichnung GS 12497 übertragen worden.
Stand: September 2004 [UH]


Literatur:
Steinhauer 2003, Abb. S. 12


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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