3.14.1.1 - Bürgeln, ev. Kirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte



3.14.1.1 - Bürgeln, ev. Kirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte


Inventar Nr.: GS 18452
Bezeichnung: Bürgeln, ev. Kirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte
Künstler: Friedrich Stolberg (1892 - 1975), Zeichner
Datierung: 1922
Geogr. Bezug: Bürgeln
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 46,6 x 66,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m". "1:50"
Beschriftungen: oben mittig: "Dachreiter der Kirche zu Bürgeln / bei Marburg a.d.Lahn" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "XII" (Feder in Schwarz)
unten links: "aufgenommen 1922 / F. Stolberg" (Feder in Schwarz)
verso: "Nr. 30" (Graphit)


Katalogtext:
Der kleine, im Kern romanische Bau mit schmalerem Rechteckchor wurde in der Spätgotik erneuert und 1688 in Fachwerk aufgestockt (Dehio Hessen 1982, S. 119). Friedrich Stolberg beschreibt in seinem Aufsatz von 1931 den zentralen Dachreiter als einen "seltenen Sondertyp […]. Hier sitzt auf einem ganz einfachen quadratischen Schaft von 2,2 m2 eine achteckige, spitze Helmpyramide und zwar dergestalt, daß ihre Grundrißfigur das Grundrißquadrat des Schaftes umschreibt, das heißt, daß sie mit vier ihrer Fußpunkte kräftig über den Schaft vorkragt" (Stolberg 1931, S. 13).
Die auch im Aufsatz als Illustration abgebildete Darstellung (Taf. "XII" der Doktorarbeit von 1923) enthält neben einer großen Westansicht und einem Grundriß der Kirche eine perspektivische Ansicht des Dachreiters sowie weitere Detailzeichnungen zu seiner Konstruktion. "Die Konstruktion ist denkbar einfach, der leichte Fachwerkschaft fußt auf einer quadratischen Schwellenlage, innere Verspannungen fehlen, erst das abschließende Achteck-Stichgebälk des Helmes stellt einen Zusammenschluß her. Von den vier auskragenden Balkenköpfen fallen äußere, steile Kopfbänder gegen die Mittelpfosten der Schaftseiten, das reizvolle Bild erhöhend. Ein durchgehender Kaiserstiel mit vorbeigeblatteten Kehlbalken besorgt die Versteifung des kleinen Helmes" (Stolberg 19831, S. 13).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Stolberg 1931, Abb. 9


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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