3.8.1.1 - Beilstein, ev. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Turmes, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte



3.8.1.1 - Beilstein, ev. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Turmes, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte


Inventar Nr.: GS 18455
Bezeichnung: Beilstein, ev. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Turmes, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitte
Künstler: Friedrich Stolberg (1892 - 1975), Zeichner
Datierung: 1920
Geogr. Bezug: Beilstein
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 66 x 45,6 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:50"
Beschriftungen: oben mittig: "Turm der Kirche zu Beilstein / Westerwald" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "XLIII" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "aufgenommen 1920 / F. Stolberg" (Feder in Schwarz)
verso: "Nr. 78" (Graphit)


Katalogtext:
Als besondere Form der dreigeschossigen Stockwerkshelme behandelt Stolberg in seiner Dissertation über Turmdachwerke von Landkirchen im Lahngebiet (Stolberg 1923) die sog. Löhnberger Bauart, zu der er die Türme von Löhnberg, Beilstein und Emmerichenhain zählt.
Die ehemalige Schloßkirche in Beilstein liegt im Bereich der früheren Vorburg der Herren von Beilstein. Stolberg erläutert die ungewöhnliche Lage des Kirchturms: "Der Helm steht über einem ehemaligen Wehrturm der anschliessenden Burg Beilstein. Der Turm ist mit einer Kante gegen die Angriffseite gerichtet, infolgedessen stösst er auch mit einer Kante in durchaus ungewöhnlicher Weise an das Schiff. Letzteres, ebenfalls ein ehemaliges Burggebäude, wurde 1769 zur Kirche umgebaut, in welches Jahr auch die Errichtung des Stockwerkhelmes fällt" (Stolberg 1923, S. 53f.).
Die Darstellungen auf der zugehörigen Tafel "XLIII" konzentrieren sich auf diesen Turm und die Konstruktion des Dachwerks. "Über dem massiven Turmkörper folgt wie zu Rauschenberg und Fronhausen zunächt ein quadratisches Fachwerkgeschoss. Auf diesem setzt dann, stark hinter die Flucht gerückt das Achteck an, wobei Zwickel den Übergang vermitteln. Der ganze Umriss folgt sich gleichmäßig verjüngend einer Pyramidenlinie, die sich durch sämtliche 4 Hauptgesimsunterkanten legen läßt. Die Flächen sind durch keinerlei betonte Öffnungen durchbrochen, desgleichen fehlen Gurtgesimse, der ganze Aufbau ist geschlossen und von ausserordentlicher Einfachheit, Klarheit und Wirkung" (Stolberg 1923, S. 54).
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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