4.20.1.1 - Geilnau, ev. Kapelle, Bauaufnahme des Chorturms, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitt



4.20.1.1 - Geilnau, ev. Kapelle, Bauaufnahme des Chorturms, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitt


Inventar Nr.: GS 14765
Bezeichnung: Geilnau, ev. Kapelle, Bauaufnahme des Chorturms, Ansicht, Grundrisse, Aufriß und Schnitt
Künstler: Friedrich Stolberg (1892 - 1975), Zeichner
Datierung: 1920
Geogr. Bezug: Geilnau
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 47,5 x 68,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:50"
Beschriftungen: oben mittig: "· Turm der Kirche zu Geilnau a.d. Lahn · Nassau ·" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "XXVIII" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "aufgenommen 1920 / F. Stolberg" (Feder in Schwarz)
verso: "Nr. 58" (Graphit)


Katalogtext:
Die kleine Kirche mit Dachturm über dem dreiseitigen Chor in Geilnau stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert (Dehio Rheinland-Pfalz/Saarland 1984, S. 304). Auf der zu seiner Dissertation über die Turmdachwerke von Landkirchen des Lahngebiets gehörenden Tafel "XXVIII" beschäftigt sich Stolberg mit der Konstruktion der Turmhaube, die er als "eigenartige, vereinzelt dastehende Lösung" bezeichnet. Das grundsätzliche Problem lag in der Überführung des 3/6-Chorschlusses in das Achteck des Helmes. "Zunächst setzte man über den Chor ein aus dem Sechseck entwickeltes Fachwerkgeschoss, das gegen das Dach glatt abschneidet. Dann liess man das Sterngebälk über dem Geschoss weit ausladen und gab ihm die Form des Sechzehneckes. Es entsteht auf diese Weise eine starke Untersicht, über der ein sechzehnseitiges Zeltdach sitzt. Der weitere Übergang in den oben folgenden achteckigen Stock geschieht derart, dass jeder zweite Grat in eine Kante des Achtecks läuft, während die dazwischen liegenden Grate sich allmählich in der Fläche verlieren. Das Achteckgeschoß ist als offene Laterne belassen und gegen das Innere mit einem Schutzdach abgeschlossen, durch das der Glockenstuhl mit den frei sichtbar hängenden Glocken hindurchragt" (Stolberg 1923, S. 39).
Auf dem querformatigen Blatt verdeutlichen zwei Aufrisse von Osten und Norden sowie eine perspektivische Ansicht und ein Grundriß der Kirche den grundsätzlichen Aufbau des Turmes, während Schnitte und Grundrisse der Balkenkonstruktion den inneren Aufbau des Dachwerks erläutern.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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