3.114.1.1 - Stausebach, kath. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Grundriß, Schnitte und Details



3.114.1.1 - Stausebach, kath. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Grundriß, Schnitte und Details


Inventar Nr.: GS 14786
Bezeichnung: Stausebach, kath. Pfarrkirche, Bauaufnahme des Dachreiters, Grundriß, Schnitte und Details
Künstler: Friedrich Stolberg (1892 - 1975), Zeichner
Datierung: 1920
Geogr. Bezug: Stausebach
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Karton
Wasserzeichen: -
Maße: 68,8 x 46,8 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "m", "1:50"
Beschriftungen: oben mittig: "Dachreiter der Kirche zu / Stausebach i. Hessen" (Feder in Schwarz)
oben rechts: "XIII" (Feder in Schwarz)
verso: "Nr. 32" (Graphit)
unten rechts: "aufgenommen 1920 / Stolberg" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Die spätgotische Hallenkirche in Stausebach besitzt einen spitzen, sechseckigen Dachreiter über dem Chor, den Stolberg im Zuge seiner Untersuchung zum hessischen Turmdachwerk ausführlich dokumentiert (Stolberg 1931, Abb. 6). Seine Zeichnung (Nr. "XIII") verbindet als illustrierende Tafel eine perspektivische Ansicht des Dachreiters mit einem Grundriß der Kirche im Maßstab 1:400 und mit diversen Schnitten, Grundrissen und Details zur Konstruktion des Dachwerks.
Im Text erläutert Stolberg die Konstruktion des Dachreiters, dessen Schaft ursprünglich offenbar wie bei dem Christenberger Beispiel (GS 18459) auf einer sternförmigen Schwellenlage auflagerte. "Es scheint aber dem Dachreiter ein Mißgeschick - vermutlich durch Blitzschlag widerfahren zu sein, das das Gefüge des Schaftes, besonders seines Fußes beschädigte. Anscheinend im 18. Jahrhundert erhielt daher der Schaft anstelle der Schwellenlage als neue Grundkonstruktion einen mächtigen Bock, bestehend aus vier Stützen, klotzigen Füßen mit Rähm und diagonal gekreuzten Spangen, die die vier äußeren Doppelpfosten fassen, während das in der Chorfirstebene befindliche Doppelpfostenpaar auf einer Längsschwelle lastet. Abgestützt ist der Bock auf Längsschwellen, die ihrerseits an zwei Querböcken hängen. Das ganze Dachreitergewicht ist somit, unter völliger Entlastung des Gebälkes, auf vier Punkten der Außenmauern abgefangen" (Stolberg 1931, S. 11).
Der Turmhelm ist nach dem gleichen Prinzip wie bei der Kirche auf dem Christenberg mit einem kurzen Kaiserstiel über einem Kehlgebälk aufgebaut.
Stand: August 2007 [UH]


Literatur:
Stolberg 1931, Abb. 6


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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