1.5.5.7 - Kassel, Rotes Palais, Hauptfassade, Entwurf für eine Umgestaltung, Aufriß



1.5.5.7 - Kassel, Rotes Palais, Hauptfassade, Entwurf für eine Umgestaltung, Aufriß


Inventar Nr.: GS 12881
Bezeichnung: Kassel, Rotes Palais, Hauptfassade, Entwurf für eine Umgestaltung, Aufriß
Künstler: Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825 - 1885), Zeichner
Datierung: 1869
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, koloriert
Träger: Papier auf Karton
Wasserzeichen: nicht ermittelbar
Maße: 44,9 x 64,4 cm (Blattmaß)
35,5 x 56,6 cm (Darstellungsmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Fuss Cassler Maas."
Beschriftungen: oben mittig: "HAUPTFACADE / VOM PALAIS-NEUBAU ZU CASSEL" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "v. Dehn-Rotfelser April 1869" (Feder in Schwarz)
verso: "Hess.-Staatsbauamt / Kassel / Schöne Aussicht 2" (Stempel)


Katalogtext:
Mit Beginn der preußischen Herrschaft 1866 verlor das Residenzpalais am Friedrichsplatz seine Funktion als Residenz der hessischen Kurfürsten. Es wurde nun zur Nebenresidenz der preußischen Könige und wurde 1867 von König Wilhelm I. und seiner Frau Auguste anläßlich des Besuchs der Stadt erstmals genutzt. Nachdem das Gebäude auf die Belange des neuen Herrschers zugeschnitten worden war, beschränkten sich die Maßnahmen auf die Modernisierung gemäß dem technischen Standard und auf die Bauunterhaltung (Bidlingmaier 2000, S. 79). In diesem Zusammenhang steht auch die vorliegende Zeichnung, die Heinrich von Dehn-Rotfelser im April 1869 anfertigte. Dehn-Rotfelser, der 1865 zum Oberhofbaumeister aufstieg, war bereits 1864 mit der Bauleitung einer Renovierungsmaßnahme im Weißen Palais beauftragt worden. Der vorliegende Aufriß der Hauptfassade des Roten Palais entstand vor dem Hintergrund einer Maßnahme, die im Jahr 1871 durchgeführt wurde, als anläßlich der Renovierung der Steinfassade die Fensterläden entfernt wurden. Die Zeichnung sollte im Rahmen der vorbereitenden Planung offensichtlich einen Eindruck von der Hauptfassade ohne die Fensterläden vermitteln. Dazu stellte Dehn-Rotfelser das Gebäude zur Hälfte mit und zur Hälfte ohne Rahmen dar.
Das Blatt zeugt von Dehn-Rotfelsers herausragenden Qualitäten als Zeichner. Einzelelemente wie die Binnengliederung der Fenster oder das Brüstungsgitter des Portikus sind sorgfältig und detailreich ausgearbeitet. Mauerrücksprünge und vorkragende Bauglieder werden durch gezielt gesetzte Verschattungen plastisch hervorgehoben. Mit der Darstellung der verschiedenen Farbnuancen des roten Sandsteins erreicht er eine hohe Ausdruckskraft, die dem Betrachter einen realistischen Eindruck von dem Gebäude vermittelt.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
Bidlingmaier 2000, S. 77 (Abb.) u. 79


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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