1.2.3.2 - Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme der Beletage, Grundriß



1.2.3.2 - Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme der Beletage, Grundriß


Inventar Nr.: GS 12979
Bezeichnung: Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme der Beletage, Grundriß
Künstler: Tobias Niclas Mollwiz (um 1705/10 - 1779), Zeichner
Datierung: um 1735-1737
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, schwarz und grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: Lilie
Maße: 36,8 x 24,2 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Pieds"
Beschriftungen: in der Darstellung: "Plan / du / bel-Etage / du Chatteau de la Residence / de Cassel" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "levé par D L F. Archt: 1722 / T N Mollwiz delin:" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: diverse Erläuterungen (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der Plan der "bel-Etage" des Landgrafenschlosses ist ebenso wie der Erdgeschoßgrundriß französisch beschriftet und bezieht sich in der Signatur auf Louis Remy de La Fosse: "levé par D L F. Archt: 1722 / T N Mollwiz delin:". Dies läßt darauf schließen, daß Mollwiz einen Plan von de La Fosse als Vorlage benutzt hat. Interessanterweise ist der entsprechende Grundriß heute aber nicht mehr vorhanden. Vorhanden ist vielmehr ein Ausbauentwurf de La Fosses, der allerdings eine grundsätzliche Verwandlung in eine regelmäßige Schloßanlage zum Thema hat (StAM P II 9580/16; vgl. Katalog Darmstadt 1980, Bd. 2, Kat.Nr. 127). Es ist aber nicht unwahrscheinlich, daß eine entsprechende Zeichnung von de La Fosse existiert hat, denn im Nachlaßinventar Wilhelms VIII. von 1760 werden fünf Pläne vom Landgrafenschloß ‘vom Major Lafosse' aufgeführt; auf uns gekommen sind aber nur vier (Katalog Darmstadt 1980, Bd. 2, S. 128). Der Plan von Mollwiz könnte also durchaus eine Kopie des verlorenen fünften Blattes sein.
Im ersten Stockwerk des Landgrafenschlosses befanden sich traditionell die Repräsentationsräume sowie die beiden fürstlichen Appartements. Im Backhausbau erstreckte sich auf dieser Etage über sechs Fensterachsen der " Salle d'or" (Goldene Saal) mit einem kleinen abgetrennten Vorsaal. Im Eingangsflügel befand sich der große "Salle a manger", in der südlichen Ecke schloß sich eine weiteres kleines Speisezimmer an. Ebenso wie die Anordnung der fürstlichen Gemächer ist diese Raumverteilung auch noch 1774 auf dem Plan von Johann Henrich Wolff (StAM P II 342/3/2) gültig.
Stand: September 2004 [UH]


Literatur:
Heppe 1995, Abb. 5


Letzte Aktualisierung: 07.08.2018


Wissenschaftliche Kommentare:

Hier können Sie uns Anmerkungen und Kommentare zu unseren Objekten hinterlassen, die nach Sichtung durch unsere Mitarbeiter allen Lesern angezeigt werden. Bitte beachten Sie, dass die Kommentare nach Freischaltung vollständig öffentlich einsehbar sind und auch von Suchmaschinen durchsucht und verarbeitet werden können - geben Sie daher bitte keine persönlichen Daten an. Möchten Sie uns direkt kontaktieren, wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@museum-kassel.de

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Einen neuen Kommentar hinzufügen.




© Museumslandschaft Hessen Kassel 2020
Datenschutzhinweis | Impressum