1.2.3.3 - Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme des zweiten Obergeschosses, Grundriß



1.2.3.3 - Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme des zweiten Obergeschosses, Grundriß


Inventar Nr.: GS 12980
Bezeichnung: Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme des zweiten Obergeschosses, Grundriß
Künstler: Tobias Niclas Mollwiz (um 1705/10 - 1779), Zeichner
Datierung: um 1735-1737
Geogr. Bezug: Kassel
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, schwarz und grau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "IV."
Maße: 36,6 x 24,1 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Pieds"
Beschriftungen: in der Darstellung: "Plan du 3me Etage du Chateau de Cassel" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: diverse Erläuterungen (Graphit, Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Der Plan des zweiten Geschosses baut auf den beiden Grundrissen der unteren Etagen auf, ist jedoch nur spärlich beschriftet und unsigniert. Die Art der Zeichnung und die Beschriftung verweisen aber eindeutig auf T. N. Mollwiz (vgl. GS 12979). In diesem Stockwerk lagen hauptsächlich fürstliche Wohn- und Schlafräume, die allerdings auf altertümliche Weise nicht mit gemeinsamen Korridoren versehen, sondern vorwiegend nur hintereinander begehbar waren. Die Schloßkirche in der östlichen Ecke erstreckte sich über drei Etagen und besaß zweistöckige Emporen, die von den Wohnräumen aus zugänglich waren. Der "Roth-Stein" bezeichnet den großen, mit Teppichen und Kunstwerken ausgestatteten Saal, den man durch das sog. "Herkules Vorgemach" betrat (Heppe 1995, S. 188f.). Die in der südlichen Ecke im Küchenbau anschließenden Herkulesgemächer umfaßten die gesamte Raumfolge eines Appartements, wobei das Bett im Schlafgemach in einen Alkoven gesetzt ist. Im Backhausbau waren zur Entstehungszeit des Plans in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts die Gemächer des Statthalters Wilhelm, des späteren Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel, untergebracht, da die fürstlichen Gemächer im ersten Geschoß damals noch für den König von Schweden, Landgraf Friedrich I., und seine Gattin reserviert waren. Im Frauenzimmerbau oberhalb des Appartements der Fürstin ist mit Graphit eine kleine "Küche" eingezeichnet, daneben befanden sich drei Kinderzimmer, die aber damals wahrscheinlich nicht benutzt wurden (Heppe 1995, S. 190).
Stand: September 2004 [UH]


Literatur:
Heppe 1995, Abb. 6


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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