3.28.2.7 - Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme, Wandtabernakel und Filialbekrönung eines Figurenbaldachins, Aufriß und Vorderansicht



3.28.2.7 - Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme, Wandtabernakel und Filialbekrönung eines Figurenbaldachins, Aufriß und Vorderansicht


Inventar Nr.: GS 13554
Bezeichnung: Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme, Wandtabernakel und Filialbekrönung eines Figurenbaldachins, Aufriß und Vorderansicht
Künstler: Georg Rudolph (1813 - 1897), Zeichner
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Frankenberg
Technik: Graphit, Feder in Schwarz
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 39,1 x 25,4 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit Fuß und Zoll
Beschriftungen: unten mittig: "Details zur Kirche." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Blatt XVI." (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: "Reliquien-Schrank"; "Himmel" (Feder in Schwarz)
unten rechts: "G. Rudolph" (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Auf Blatt "XVI" der Serie mit Bauaufnahmen der Frankenberger Liebfrauenkirche befinden sich die Darstellungen zweier Architekturdetails. Links ist der Aufriß des Wandtabernakels an der Nordwand der mittleren Chorkonche ausgeführt und rechts die Bekrönung eines Figurenbaldachins, der an den östlichen Pfeilern von Langhaus und Chor sowie an den Diensten der mittleren Chorkonche sitzt. Die Standflächen, die als Konsolen mit verschiedenartigem Blattornament ausgeführt sind, und die hier (z. T. ehemals) präsentierten Figuren werden in anderen Zeichnungen behandelt.
Der Wandtabernakel ist so in die Mauerfläche der Chorwand eingepaßt, daß das abschließende Zinnengesims knapp auf dem Kaffgesims des Chorfensters zu liegen kommt. Die Form, die an dem Portaltypus dieser Bauepoche orientiert ist (s. z. B. das Nordportal der ehem. Kirche St. Kilian in Korbach), zeigt ein Spitzbogenportal, das von einem Wimperg überfangen wird, der wiederum von zwei hohen Fialen flankiert wird. Die Innenfläche des Wimpergs füllt Blendmaßwerk eines Dreistrahls. Auch über dem Horizontalgesims, das den Portalsturz anzeigen soll, ist bis zur Bogenkrümmung ein Maßwerkbehang ausgeführt, der architektonisch ein darüber liegendes Fenster andeuten soll. Ein typologisch ähnliches Stück, das nur wenig früher entstanden ist (um 1350), befindet sich in der ev. Stadtkirche St. Katharina und Elisabeth in Grebenstein.
Als ausführender Zeichner dieses Blattes signierte G. Rudolph, von dem die größte Anzahl der an der Akademie der bildenden Künste entstandenen Bauaufnahmen stammt. Neben einigen Detailaufnahmen sind die zentralen Gesamtdarstellungen wie die Grundrisse von Kirche und Kapelle sowie Längs- und Querschnitt der Kirche von ihm angefertigt worden.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
Dehn-Rotfelser 1882, S. III


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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