3.28.2.18 - Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme von Figuren, Vorderansicht



3.28.2.18 - Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme von Figuren, Vorderansicht


Inventar Nr.: GS 13558
Bezeichnung: Frankenberg, Liebfrauenkirche, Bauaufnahme von Figuren, Vorderansicht
Künstler: Johann Eduard Ihlée (1812 - 1885), Zeichner
Datierung: um 1830
Geogr. Bezug: Frankenberg
Technik: Graphit
Träger: Papier
Wasserzeichen: -
Maße: 28,3 x 42,4 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: unten mittig: "Figuren in der Kirche." (Feder in Schwarz)
rechts in der Darstellung: "Tragstein in der Kapelle." (Feder in Schwarz)
oben rechts: "Blatt XIX." (Feder in Schwarz)
unten rechts: "E. Ihlée." (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
In Ergänzung zu GS 13557 wird der ehemals in der Kirche präsentierte Figurenzyklus hier um fünf Objekte erweitert. Leider lassen sich die Figuren, die vermutlich Apostel darstellen, nicht identifizieren. Die einzige Ausnahme bildet die kniende mittlere Figur, die eine Krone auf einem vor ihr stehenden Sockel abgelegt hat und ein kelchartiges Gefäß zur Darreichung emporhebt. Hier handelt es sich offensichtlich um eine Person aus dem Kreis der Heiligen Drei Könige, die durch den kahlen Schädel als die Greisenfigur der Gruppe zu deuten ist (die Darstellung der Heiligen drei Könige stand sinnbildhaft für die drei Lebensalter und wurde häufig auch zur Verbildlichung der drei Kontinente verwendet). Sie läßt sich der Figur des jungen Mannes als Verkörperung des Kaspar zuweisen. Bei den stehenden Figuren ist eine gleichartige Kleidung aus klerikalem Unter- und Obergewand ausgeführt, die nach spätgotischer Manier das Faltensystem der geschürzten Gewanddraperie veranschaulicht. Nur der erste Apostel ist heute noch in der Kirche zu finden. Melchior und die beiden ihn rahmenden Apostel befinden sich heute im Kreisheimatmuseum.
Die rechte Darstellung fällt aus der Gruppe der vollplastisch gearbeiteten Figuren heraus. Sie zeigt die Gewölbekonsole in der Nordostecke der Kapelle. Dieser durch seine Zweiteiligkeit bemerkenswerte Stein zeigt eine hockende männliche Gestalt, dem ein Dämon auf dem Rücken sitzt, der sinnbildhaft auf den von Laster und Sünde bedrängten Menschen hinweisen soll.
Stand: August 2007 [MH]


Literatur:
Dehn-Rotfelser 1882, S. III


Letzte Aktualisierung: 09.04.2015


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