3.133.3.1 - Ziegenhain, Brauhaus, Entwurf zum Umbau als Stockgefängnis, Grund- und Aufrisse



3.133.3.1 - Ziegenhain, Brauhaus, Entwurf zum Umbau als Stockgefängnis, Grund- und Aufrisse


Inventar Nr.: GS 14515,21
Bezeichnung: Ziegenhain, Brauhaus, Entwurf zum Umbau als Stockgefängnis, Grund- und Aufrisse
Künstler: Johann Michael Bach (1750 - 1827), Ingenieur
Datierung: um 1815
Geogr. Bezug: Schwalmstadt-Ziegenhain
Technik: Graphit, Feder in Schwarz, grau, rot, rosa und gelb laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: nicht identifizierbar
Maße: 29 x 43 cm (Blattmaß)
Maßstab: -
Beschriftungen: unten rechts: "aufgenommen und gezeichnet durch den Kriegsbauverwalter Capitain Bac" (Feder in Braun)
in der Darstellung: Benennung der Örtlichkeiten und Räumlichkeiten und Erklärungen dazu (Feder in Braun)


Katalogtext:
Die Zeichnungen des Blattes befassen sich mit dem projektierten Umbau des Brauhauses in der Festung Ziegenhain in ein Gefängnis. Bei dem Bau handelt es sich um die bei Leopolds Fassadenabwicklung GS 14515,16 unter der Nr. 20 dargestellte ehemalige "Neue Küche" (vgl. Nr. 19 des Leopoldschen Plans bei Apell 1901), die im Festungsplan von etwa 1820 (Marb. Dep. 222) als "Stallung /:ehemals Brauhaus:" bezeichnet ist.
Dargestellt sind der Baubestand mit zwei Grundrissen sowie den Aufrissen der nordwestlichen Längsseite und der südwestlichen Giebelseite. Ein dritter Grundriß zeigt einen Vorschlag zur Umwandlung des Erdgeschosses in acht Gefängnisstuben sowie Nebenräume. In zwei auf die beiden Geschosse bezogenen Legenden werden Erläuterungen zu dem Umbauprojekt gegeben.
Das Blatt weist eine unbeholfene und ungeschickte Zeichenweise auf. So stimmen beispielsweise die Maße bei den zwei übereinandergestellten Erdgeschoßgrundrissen nicht exakt überein, wodurch die Ungenauigkeit sofort augenfällig wird. Auch in vielen Einzelheiten und schließlich auch in den Beschriftungen, die stellenweise in schwarzer Tinte korrigiert sind, zeigen sich Schwächen und Mängel, die ein deutlich bescheideneres Talent und Können belegen als bei Philipp Wilhelm Leopold oder Carl Friedrich Robert. Als Zeichner nennt sich der Kriegsbauverwalter Kapitän Johann Michael Bach, der von 1796 bis 1806 und dann wieder von 1813 bis zu seinem Tode 1827 in Ziegenhain Dienst tat (Apell 1901, S. 298f., 312f.; Has 1913, S. 666f.). In diesem Zeitraum muß die vorliegende Zeichnung entstanden sein, die jedoch, wie aus der oben zitierten Bezeichnung im Plan Marb. Dep. 222 hervorgeht, nicht zu einer konkreten Baumaßnahme führte.
Das Blatt ist auf einen größeren Karton montiert.
Stand: September 2004 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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