3.133.3.2 - Ziegenhain, Bauaufnahme von Gouvernementsscheune, Küche und zwei Wachthäusern, Grundrisse



3.133.3.2 - Ziegenhain, Bauaufnahme von Gouvernementsscheune, Küche und zwei Wachthäusern, Grundrisse


Inventar Nr.: GS 14515,11
Bezeichnung: Ziegenhain, Bauaufnahme von Gouvernementsscheune, Küche und zwei Wachthäusern, Grundrisse
Künstler: Carl Friedrich Robert (1793 - 1829), Zeichner
Datierung: 1825
Geogr. Bezug: Schwalmstadt-Ziegenhain
Technik: Graphit, Feder in Schwarz und Rot, rosa, grau, braun, hellbraun und blau laviert
Träger: Papier
Wasserzeichen: "RUSE & TURNERS / 1814"
Maße: 45,8 x 56,7 cm (Blattmaß)
Maßstab: bezifferter Maßstab mit Maßeinheit "Caßeller Fuß"
Beschriftungen: unten rechts: "gezeichnet und aufgenommen durch / Robert" (Feder in Schwarz)
in der Darstellung: Benennung der einzelnen Gebäude und Räume (Feder in Schwarz)


Katalogtext:
Auf dem Blatt sind die Grundrisse von vier unterschiedlichen Gebäuden vereinigt, wobei der Zeichner Wert auf eine ausgewogene Verteilung auf dem Papier gelegt hat. Der größte Bau ist im oberen Blattbereich dargestellt. Es handelt sich um ein im Renthof westlich des Schlosses stehendes Wirtschaftsgebäude, das als "Gouvernements-Scheune" bezeichnet wird, aber vorwiegend Stallungen enthält. Die Rückwand des Steinbaus bildet die mittelalterliche Stadtmauer Ziegenhains.
Links unterhalb folgt der Grundriß eines Küchengebäudes neben dem Zeughaus. Eine rot lavierte Umfassungslinie markiert den Steinsockel des Fachwerkbaus. Als blattgestalterisches Gegenstück dient der Grundriß des Wachthauses am Wilhelmstor, der rechts unterhalb des ersten Gebäudes gezeigt ist. Das jüngste der Ziegenhainer Wachthäuser, das erst im Zusammenhang mit der Anlegung des südlichen Zugangs in die Festung 1819 entstanden war (Fenner 1996, S. 42), enthielt die Wachtstube und die aus mehreren Zimmern bestehende Wohnung des Examinators. Wie die anderen Torhäuser bestand auch dieses aus Fachwerk.
Die beiden untereinander angeordneten Grundrisse in der Mittelachse des Blattes zeigen die Hauptwache am Paradeplatz. In dem Steinbau sind im Dachgeschoß zwei Räume als Gefängnisse für Soldaten und Offiziere ausgewiesen. Durch den in Graphit vermerkten Zusatz "Jetzt Unter-" wird deutlich, daß der Raum für inhaftierte Offiziere zu einem späteren Zeitpunkt für die Subalternoffiziere vorgesehen war. Wie aus GS 14515,6 hervorgeht, wurden die Offiziere im Schloß untergebracht.
Wie in zwei weiteren Blättern der Serie (GS 14515,1 u. GS 14515,14) hat sich auch hier Kapitän Carl Friedrich Robert als Urheber der Zeichnung am rechten unteren Rand genannt.
Stand: September 2004 [GF]


Literatur:
unpubliziert


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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